Baukindergeld für Lehrer

Was genau ist das Baukindergeld?

Das Baukindergeld ist eine staatliche Förderung, die Familien oder Alleinerziehende mit Kindern dabei unterstützen soll, (rückwirkend) ab dem 1. Januar 2018 den Ersterwerb einer selbstgenutzten Wohnimmobilie zu finanzieren und vor allem den Anreiz schaffen soll, sich den Traum vom Bau oder Kauf eines eigenen Hauses zu realisieren. Es handelt sich bei dem Baukindergeld um finanzielle Fördermittel des Staates, die nur begrenzt zur Verfügung stehen und für die es keinen Rechtsanspruch gibt, sodass man die Chance ergreifen sollte, solange noch Fördermittel da sind. Die Förderung erfolgt über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), bei der das Baukindergeld unter der Bezeichnung KfW 424 geführt wird. Bei dem Baukindergeld handelt es sich um eine staatliche Förderung, die nicht zurückgezahlt werden muss.

Haben Lehrer Anspruch auf Baukindergeld?

Auch Lehrer können in den Genuss des Baukindergeldes kommen, weil es sich nicht an der Berufsgruppe oder der Art eines Angestelltenverhältnisses orientiert. Wichtig ist zunächst einmal, dass man ein oder mehrere Kinder hat, denn schließlich handelt es sich um eine Form des Kindergeldes. Hierbei muss es sich aber nicht um leibliche Kinder handeln. Das Baukindergeld kann man auch beantragen, wenn die Kinder nicht die eigenen, sondern die beispielsweise des Lebenspartners sind. Für sie muss aber ein Anspruch auf Kindergeld bestehen und sie müssen im gleichen Haushalt leben. Wichtig ist, dass die Kinder beim Kauf oder Bau des Hauses schon geboren sind und das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Für die Art des anvisierten Hauses gibt es keine Vorgaben und es ist auch nicht von Bedeutung, ob man eine Immobilie bauen oder kaufen möchte. Voraussetzung ist auch für Lehrer allerdings, dass es das erste Haus ist, das finanziert wird und zudem auch die einzige Immobilie, die sich im Besitz befindet. Zudem muss das geförderte Haus eine selbst genutzte Immobilie sein und sich zu mindestens 50 % im Eigentum der geförderten Person befinden.

Eine weitere Voraussetzung, damit ein Lehrer das Baukindergeld beantragen kann, ist der Start des Planes, eine eigene Immobilie besitzen und nutzen zu wollen. Hier gilt als Stichtag der 1. Januar 2018, sodass das Haus erst nach diesem Datum gekauft oder gebaut werden darf. Zudem müssen der Erwerb bzw. der Bau bis zum 31. Dezember 2020 erfolgen. Was den Preis betrifft, dürfen die Förderungen durch das Baukindergeld nicht höher sein als die Kosten für die Immobilie. Um das Baukindergeld erhalten zu können, dürfen zudem bestimmte Grenzen für das zu versteuernde Einkommen nicht überschritten werden. Diese Grenzen sind abhängig von der Anzahl der Kinder. So darf man bei einem Kind ein zu versteuerndes Einkommen von jährlich 90.000 nicht überschreiten, wobei sich die Summe aus der eigenen Grenze von 75.000 Euro zzgl. 15.000 Euro pro Kind zusammensetzt. Diese Grenze erhöht sich für jedes weitere Kind um zusätzlich 15.000 Euro pro Jahr, sodass man als zu versteuerndes Einkommen mit zwei Kindern 105.000 Euro, mit drei Kindern 120.000 Euro usw. aufweisen darf.

Wie hoch ist das Baukindergeld für Lehrer?

Die Höhe der Förderung ist abhängig von der Anzahl der Kinder und ihres Alters. Das Baukindergeld beträgt nämlich 1.200 Euro für jedes Kind und das pro Jahr, wobei die Auszahlung auch jährlich vollzogen wird. Es wird maximal zehn Jahre lang bezahlt und diese maximale Dauer wird dann berücksichtigt, wenn die Kinder der Lehrer, für die dieses Baukindergeld bewilligt wird, nach diesen zehn Jahren das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder noch kindergeldberechtigt sind, was je nach Ausbildung auch noch über das 18. Lebensjahr hinaus der Fall sein kann. Passt das Alter der Kinder in diesen Zeitrahmen, erhält man also auf die gesamte Dauer 12.000 Euro Baukindergeld für jedes Kind. Die Kinder müssen zudem schon auf der Welt gewesen sein. Nach der Antragstellung geborene Kinder werden nicht berücksichtigt.

Wie und wo kann ich als Lehrer Baukindergeld beantragen?

Die Beantragung des Baukindergeldes erfolgt über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dafür steht das so genannte KfW-Zuschussportal im Internet zur Verfügung. Die Beantragung ist seit dem 18. September 2018 möglich, kann aber in jedem Fall immer erst nach dem Einzug erfolgen. Für die Beantragung benötigt man Nachweise über die Kinder bzw. über die Kindergeldberechtigung, Einkommensnachweise zum Beleg der nicht überschrittenen Einkommensgrenzen sowie Kaufvertrag oder Baugenehmigung und die Meldebestätigung als Nachweis, dass man das zu fördernde Haus auch selber bewohnt.

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Welche Fristen gibt es bei der Beantragung des Baukindesgeldes?

Für den Antrag des Baukindergeldes gibt es verschiedene Fristen, die beachtet werden müssen. So ist eine Förderung nur dann möglich, wenn das betreffende Haus nicht vor dem 1. Januar 2018 gebaut oder gekauft wurde. Zum anderen darf der Antrag erst gestellt werden, wenn man das Haus schon selber bewohnt, wofür die Meldebestätigung als Nachweis dient. Spätester Zeitpunkt für den Bau oder Kauf der Immobilie ist der 31. Dezember 2020. Sollte sich zum Bespiel ein Hausbau, der vor dem 31. Dezember 2020 begonnen hat, extrem verzögern und erst einen späten Einzug ermöglichen, gilt der 31. Dezember 2023 als letztmöglicher Tag für die Beantragung vom Baukindergeld. Zu beachten ist dabei aber, dass man nach dem Einzug lediglich drei Monate Zeit hat, den Antrag bei der KfW zu stellen. Ausnahme bilden diejenigen, die zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 18. September 2018 eingezogen sind. Durch die verzögerte Möglichkeit, überhaupt einen Antrag stellen zu können, haben diese Personen bis zum 31. Dezember 2018 Zeit. Nach der Antragstellung hat man dann weitere drei Monate Zeit, um die benötigten Unterlagen einzureichen, damit der Antrag dann auch bearbeitet werden kann. Da wie oben angesprochen Kinder beim Antrag schon auf der Welt sein müssen, der Antrag spätestens drei Monate nach dem Einzug gestellt werden muss, kommen auch Kinder in Betracht, die bis zu drei Monate nach dem Einzug geboren werden.

Bei allen Verzögerungen bezüglich des Antrags und auch bei einem Hinausschieben des Hausbaus oder -kaufs darf man nicht vergessen, dass es sich bei dem Baukindergeld um begrenzt vorhandene Fördergelder handelt, auf die es keinen rechtlichen Anspruch gibt. Man bekommt es also unabhängig von allen fristen nur dann, wenn beim Antrag noch genügend Fördermittel zur Verfügung stehen. Man sollte also nicht zu viel Zeit auf dem Weg in die geförderten eigenen vier Wände verlieren.

Ab wann kann ich das Baukindergeld erhalten?

Für den Erhalt des Baukindergeldes, das jährlich ausgezahlt wird, muss zunächst er Antrag gestellt, durch sämtliche benötigten Unterlagen ergänzt und dann bearbeitet werden. Anschließend erhält man dann im schon genannten KfW-Zuschussportal eine Bestätigung des Antrags, in der auch der erste Auszahlungstermin angegeben wird. Je nach Anzahl der zu bearbeitenden Anträge muss man sich allerdings auf eine gewisse Wartezeit gefasst machen.

Zusammenfassung: Baukindergeld für Lehrer

Die wichtigsten Informationen rund um das Baukindergeld speziell für Lehrer haben wir in den folgenden Übersicht noch einmal zusammengefasst:

  • Mindestens ein kindergeldberechtigtes Kind im Haushalt
  • Einhalten bestimmter Einkommensgrenzen
  • Erste, einzige und selbstgenutzte Immobilie
  • Immobilie zu mindestens 50 % Eigentum
  • Kaufpreis nicht niedriger als Baukindergeld
  • Erwerb/Bau zwischen dem 01. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020
2018-10-01T10:01:38+00:00