Sachkundeprüfung nun auch Pflicht für Honorar-Finanzanlagenvermittler

Mit der Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) wurden neue gesetzliche Richtlinien umgesetzt, die dem Verbraucherschutz für Geldanleger dienen und eine erhöhte Beratungsqualität erreichen sollen. So müssen seit dem 1.1.2013 Finanzanlagenvermittler laut § 34 f FinVermV die Sachkunde nachweisen und sich im Vermittlerregister eintragen, um auch offiziell bestätigen zu können, dass sie in der Lage sind, eine Kundenberatung optimal durchführen und dem Kunden somit wirklich auf dem Weg zur richtigen, guten und passenden Geldanlage helfen können.

Im Jahr 2014 ist nun mit dem ergänzenden § 34 h FinVermV beschlossen worden, dass auch die Honorar-Finanzanlagenberater dieser Verpflichtung unterzogen werden.

Honorar-Finanzanlagenberater für eine unabhängige Beratung

Unter Honorar-Finanzanlagenberater versteht man die Berater, welche losgelöst von Kooperationen mit Versicherungsgesellschaften oder Anbietern von Geldanlageprodukten den Kunden beraten und sich dabei einzig und allein in dessen Dienst stellen.

Dafür erhalten sie ausschließlich Geld vom Kunden selber in Form eines Honorars und keinerlei finanzielle Zuwendungen der Produktanbieter wie die allseits bekannten Provisionen für die Vermittlung von Neuverträgen. Nur ein solcher Honorar-Finanzanlagenberater darf sich wirklich unabhängig nennen und bietet den Vorteil einer wirklich individuellen auf den Kunden zugeschnittenen Beratung, bei der keine Gefahr von Interessenkonflikten aufkommen kann.

Sachkundenachweis als Grundlage für die optimale Beratung

Damit neben diesem Vorteil die Kunden nun auch von einer umfassenden Kompetenz des Beraters profitieren, wird nun auch für die Honorar-Finanzanlagenberater die Erlaubnis- und Registrierungspflicht eingeführt, zu der unweigerlich der Sachkundenachweis gehört. Dieser kann durch die bei der IHK bestandene Prüfung erfolgen oder durch den Nachweis einer der beruflichen Qualifikationen, die im § 4 FinVermV aufgeführt werden.

Neben dem Sachkundenachweise, mit dem der Berater zeigt, dass er die Beratungs- und Produktkenntnisse hat, die für eine optimale Beratung notwendig sind, muss er geordnete Vermögensverhältnisse und eine Berufshaftpflichtversicherung nachweisen, um sich im Vermittlerregister eintragen lassen und somit die Berechtigung zur Ausübung seines Berufes erhalten zu können.

Diese nun auf alle Finanzanlagenvermittler und -berater ausgeweiteten Richtlinien verbessern den Schutz des Anlegers, der sich nun mehr auf eine gute und erfolgreiche und vor allem in seinem Interesse durchgeführten Beratung verlassen und die Vorteile der Geldanlage für sich nutzen kann.

Auch wenn man sich laut Gesetz nun auch die Sachkunde und die Integrität der Berater verlassen kann, ist es wichtig, sich unabhängig von den Beratungen selber auch ein Bild von den verschiedenen Anlageformen zu machen und sich beispielsweise hier im Internet vorab zu informieren.

Denn mit dem gewissen Grundwissen fühlt man sich als Anleger immer wohler und bekommt auch schon eine bestimmte eigene Meinung oder Vorahnung, in welche Richtung man selber für die Investition seines Geldes tendiert, um nicht ganz unvorbereitet den Ideen des Beraters ausgeliefert zu sein.

2017-01-30T17:01:31+00:00

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