Gold als wertbeständige Geldanlage für Lehrer 2017-12-05T09:38:44+00:00

Gold als wertbeständige Geldanlage für Lehrer

Mit dem Edelmetall Gold geht es hier um eine Faszination, die die Menschen schon seit langer Zeit beschäftigt. Schon in der Antike wurde Schmuck aus diesem Material hergestellt und als sehr besonderes Gut betrachtet, das unter anderem dann auch dazu verwendet, es den Götter zu opfern. Immer schon war es auch ein Zeichen von Reichtum, wenn die Rede von Goldmünzen war und diese Besonderheit beziehungsweise der hohe Stellenwert hat sich bis heute durchgesetzt. Die Attraktion Geldanlage liegt vor allem in der stabilen Wertentwicklung des Goldes, von dem nach wie vor von einer sicheren Geldanlage gesprochen werden kann.

Die verschiedenen Krisen und Kurseinbrüche an den Börsen oder auch insolvente Banken haben ihren Teil dazu beigetragen, dass die Goldanlage einen weiteren Schub der Beliebtheit erfahren hat. Viele professionelle Vermögensverwalter empfehlen auch für jedes Portfolio eines Geldanlegers eine Beimischung von Gold, um das Vermögen in einem gewissen Maße auf sichere Beine zu stellen. Zudem gilt die Geldanlage in Gold auch als Möglichkeit, sein Vermögen gegen zu hohe Inflationsraten zu schützen.

Mit dem physischen Gold seine Anlage in Händen halten

Eine Form der Geldanlage in Gold und wohl die bekannteste ist das sogenannte physische Gold. Physisch bedeutet dabei nichts anderes, als dass Du wirklich Gold erwirbst und es dann auch in Händen halten kannst. Die bekanntesten und beliebtesten Varianten dieser Art Gold anzulegen sind die Goldbarren und natürlich auch die Goldmünzen.

Bei Goldbarren gibt es die unterschiedlichsten Größen. So kannst Du als Lehrer einen attraktiven kleinen Barren mit einem Gewicht von 1 Gramm genauso kaufen wie die Ausführungen, die in Kilogramm gemessen werden müssen. Der kleine Barren sieht teilweise sehr schön aus, bietet aber für die Anlage den nachteil, dass der Anschaffungspreis meist höher ist.

Das liegt an der Herstellungsart, die selbstverständlich neben dem Materialwert mit in den Kaufpreis des Barrens fällt. Während die großen Barren zu günstigen Konditionen gegossen werden können, ist bei den kleinen Varianten eine aufwendigere Prägung und Stanzung notwendig.

Wenn Du also mehr Wert auf das Material legst und die großen Barren in Deinem finanziellen Rahmen liegen, solltest Du diese als Goldanlage bevorzugen. Zu beachten ist bei dem Erwerb von Goldbarren, dass Du aus Qualitätsgründen und einem hohen Vertrauen in die Herstellung die Hersteller wie Degussa, Umicore oder Argor-Heraeus auswählen solltest. Zudem muss auf dem Barren der Feingehalt eingraviert sein, der in den meisten Fällen 999,9/1.000 beträgt.

Sehr beliebt als Anlage für Lehrer, aber auch als Sammlerstücke sind die Münzen aus Gold. Die Zahl der unterschiedlichen Münserien scheint dabei nahezu unbegrenzt und die Möglichkeiten für den Anleger fast unüberschaubar. Als Goldanlage sollte man hier auch Wert auf einen sehr hohen Goldgehalt legen und darauf achten, dass es sich möglichst um Goldmünzen handelt, die aufgrund ihrer Beliebtheit auch jederzeit wieder veräußerbar sind, um bei einem Verkauf auch einen Gewinn machen zu können. Zu den bekanntesten und beliebtesten und somit für die Geldanlage am geeignetsten sind zum Beispiel folgende Goldmünzen:

  • der südafrikanische Krügerrand
  • der australische Kangaroo Nugget
  • der ­kanadische Maple ­Leaf
  • die Wiener Philharmoniker aus Österreich
  • der chinesische Panda
  • die schweizer Goldvreneli

Der Schmuck aus Gold zählt ebenso zum physischen Gold. Er eignet sich aber nicht für die Geldanlage. Die Herstellung und die Einzigartigkeit der goldenen Schmuckstücke sowie das handwerkliche Geschick des Goldschmieds führen zu einem Preis der weit über dem Materialwert liegt. Am Ende ist aber der Materialwert entscheidend für den Wert einer Geldanlage, sodass Du in diesem Fall mehr für die Anlage zahlen würdest als sie wert ist. Keine optimale Voraussetzung für eine ertragreiche Geldanlage.

Kostenloser Gold-Check

Überlegst Du in Gold zu investieren? Wie viel sollte investiert werden? Und wo kaufe ich das Gold am besten? Wir sagen es Dir! Gib uns dafür einfach einen groben Überblick zu Deiner Person. So können wir Dir eine speziell zu Deinem Profil passende Einschätzung geben. Und das unverbindlich und kostenlos!

VertrauensgarantieDeine Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weiter gegeben.

Wenn das Gold lediglich auf dem Papier besteht

Neben dem physischen Gold existiert für diejenigen, die das Gold als Anlageform priorisieren auch das sogenannte Papiergold. Hierbei handelt es sich um Wertpapiere, die sich dem Gold widmen und dadurch den Vorteil besitzen, dass im Gegensatz zum physischen Gold keine hohen Lagerkosten den Wert mindern und zudem ein regelmäßiger Ertrag erwirtschaftet werden kann, der beim physischen Gold nur in Form eines Verkaufs des Edelmetalls erfolgt.

Beim Papiergold handelt es sich um verschiedenste Zertifikate, Fondsanteile und Aktien mit dem Basiswert Gold, deren Wertentwicklung hauptsächlich also mit Gold zu tun hat und somit einen wichtigen Bestandteil der Geldanlage in Gold darstellen. Folgende Varianten sind die üblichen Anlagemöglichkeiten für Lehrer in das sogenannte Papiergold:

  • Aktien von Goldminen, um an deren Erträgen zu partizipieren
  • Goldfonds wie zum Beispiel der SPDR Gold Trust von State Street Global Advisors als größter Fonds seiner Art
  • Exchange Traded Funds (ETF) als Investmentfonds mit dem Basiswert Gold
  • Exchance Traded Commodities (ETC) als Schuldverschreibungen, die durch den Herausgeber mit der Hinterlegung von Gold abgesichert werden
  • Die steuerliche Behandlung im Rahmen der Geldanlage in Gold

Wie immer bei der Geldanlage muss auch im Rahmen des Themas Gold die steuerliche Betrachtung behandelt werden, um immer zu wissen, was auf einen zukommt. Das beginnt beim physischen Gold teilweise schon beim Erwerb, bei dem Du darauf achten solltest, dass Du Gold kaufst, bei dem keine Mehrwertsteuer fällig wird, die Deinen Gewinn schon zu Beginn der Anlage erheblich reduziert.

So wird die Mehrwertsteuer Deine Anlage in Gold nicht belasten, wenn beispielsweise der Goldbarren einen Feingehalt von mindestens 900/1.000 aufweisen kann. Bei Münzen aus Gold entfällt dann die Pflicht zur Mehrwertsteuer, wenn die Prägung der Münzen erst nach dem Jahr 1800 erfolgte sowie für Münzen, die neben der Anlage und als Sammlerstück in ihrem Land auch als gesetzliches Zahlungsmittel eingesetzt werden können.

Abweichende Regelungen gelten bei anderen Edelmetallen. So musst Du als Lehrer zum Beispiel bei der Geldanlage in Silber darauf achten, dass bei einem Kauf die Mehrwertsteuer fällig wird. Dabei gilt bei Silberbarren der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent und für Silbermünzen wird eine Mehrwertsteuer von 7 Prozent fällig.

Bei der Versteuerung von Gewinnen aus dem Anlagegeschäft müssen die zwei Formen des physischen Goldes und des Papiergoldes getrennt betrachtet werden. Beim Verkauf von physischem Gold, das mehr als ein Jahr in Deinem Besitz war, erfolgt keine Besteuerung. Verkaufst Du als Lehrer allerdings Barren oder Münzen vor Ablauf eines Jahres und somit innerhalb der Spekulationsfrist, bist Du verpflichtet, die entstandenen Gewinne in der Steuererklärung anzugeben und mit Deinem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Gewinne unterhalb von 600 Euro bleiben allerdings steuerfrei.

Bei dem Papiergold, also der Goldanlage in Wertpapieren gelten dieselben Regeln wie bei anderen Wertpapieren wie Investmentfonds und Aktien. Die Einkünfte aus diesen Geschäften gelten als Einkünfte auch Kapitalvermögen und unterliegen der Abgeltungssteuer, die in Höhe von 25 Prozent direkt von der depotführenden Bank an das Finanzamt abgeführt wird.

Das kann verhindert werden, indem Du einen Freistellungsauftrag erteilst, mit dem Du die Bank beauftragst, bis zu einem angegebenen Betrag keine Steuern abzuführen. Der maximal mögliche Betrag ist dabei der Sparerpauschbetrag, der den Freibetrag darstellt, den Du jährlich an Kapitaleinkünften erzielen darfst, ohne sie versteuern zu müssen. Das sind derzeit 801 Euro für Alleinstehende beziehungsweise 1.602 Euro für Ehepaare.

Die Berechnung des täglichen Goldpreises

Der international gültige Goldpreis wird ganz offiziell bestimmt und das zweimal am Tag. Dafür treffen sich schon seit dem Jahr 1919 die bedeutendsten Goldhändler von London am dortigen Bullion Market. Dieses ist der weltweit wichtigste außerbörsliche Handelsmarkt für Edelmetalle aller Art. Die wichtigsten Berechnungsgrundlagen für den Goldpreis sind das bestehende Angebot und die herrschende Nachfrage nach diesem Edelmetall. Zudem sind aber auch folgende Aspekte mitbestimmend für einen aussagekräftigen Wert des Goldes:

  • politische und wirtschaftliche Ereignisse auf der Welt
  • Spekulationen und Gerüchte
  • Emotionen und Erwartungshaltungen der Anleger
  • internationale Ölpreise
  • vom Kurs des US-Dollars abhängig, da die weltweite Notierung des Goldkurses vorwiegend in US-Dollar stattfindet

Aufgrund der Tatsache, dass Gold überwiegend in Gold berechnet und notiert wird, darf ein gewisses Währungsrisiko nie außer Acht gelassen werden.

Zusammenfassung

Gold ist seit je her ein Edelmetall, das für Wohlstand steht. Die Tatsache, dass es zudem eine stabile Wertentwicklung aufweist, macht es zudem zu einer attraktiven Form der Geldanlage.

Diese erfolgt sowohl in physischer als auch in Papierform, von denen beide ihre Vorteile besitzen. Als sicheres Standbein Deiner Geldanlage eignet sich ein Anteil an Gold jederzeit, weshalb Du Dich auf jedem Fall mit diesem Thema auseinandersetzen solltest.

Häufig gestellte Fragen

Was ist bei der Anlage in physischem Gold zu beachten? 2017-01-30T08:34:08+00:00

Die Anlage in Gold gilt nach wie vor als eine attraktive und sichere Alternative zu den Spareinlagen oder Investition an den Wertpapiermärkten. Um mit dem Investment in Gold eine zufrieden stellende und auch von der Wertentwicklung positive Anlageform zu erhalten, solltest Du einige Dinge beachten.

Die bekannteste Form, in Gold zu investieren, ist der Erwerb von Goldbarren oder Goldmünzen. Bei Goldbarren gibt es viele verschiedene Anbieter und um einen hochwertigen und somit für die Anlage geeigneten Barren zu erhalten, solltest Du Dich auf die Angebote von großen und bekannten Firmen wie Degussa beschränken und immer darauf achten, dass der zugrunde liegende Feingehalt, der meistens bei 999,9/1.000 liegt, in den Goldbarren eingraviert ist.

Zudem ist es wichtig zu wissen, dass die Herstellung von kleinen und großen Goldbarren sehr unterschiedlich erfolgt und auch zu unterschiedlichen Kosten führt, die bei der Ermittlung des Kaufpreises eine Rolle spielen. Da die Herstellung großer Barren sehr viel günstiger ist, sollte – sofern die zu investierenden Gelder dieses ermöglichen – der Erwerb großer Barren bevorzugt werden, um lediglich durch eine zu teure Herstellung entstehende Wertverluste zu vermeiden.

Beim Erwerb von Goldmünzen solltest Du darauf achten, dass diese nach einem bestimmten Datum geprägt worden sein und als offiziellen Zahlungsmittel gelten müssen, um beim Kauf nicht der Mehrwertsteuer zu unterliegen. Ebenso ist es wichtig, zu der Münze auch immer ein entsprechendes Echtheitszertifikat zu erhalten, um sicher gehen zu können, dass es sich um eine echte Goldmünze handelt, die sich auch wirklich für die Geldanlage eignet.

Nicht geeignet für die Anlage seines Geldes ist Goldschmuck, weil ein großer Teil des Preises aus der Herstellung und dem individuellen Design und Können des Goldschmiedes herrührt. Da bei der Anlage in Gold und einem späteren Verkauf nur der Materialwert zählt, wäre ein Verlustgeschäft vorprogrammiert.

Weiterhin solltest Du zusehen, dass zwischen Kauf und Verkauf des physischen Goldes mehr als ein Jahr liegt, um der Spekulationssteuer zu entgehen. Trotz sicherer und wertbeständiger Anlageform darfst Du auch niemals vergessen, dass Gold weltweit in US-Dollar notiert wird und somit immer ein kleines Währungsrisiko besteht.