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Mit kleinen Beträgen sein Vermögen aufbauen

Ein guter Plan ist immer das Wichtigste, um seine Ziele zu erreichen. Übertragen kann man dies auch auf die Geldanlage, denn sowohl im Bereich der Spareinlagen als auch bei der Investition in Wertpapiere bilden sogenannte Sparpläne eine attraktive Alternative zur Einmalanlage. Gerade wenn – eventuell als Referendar mit einem noch nicht so hohen Einkommen – keine großen Beträge zur Verfügung sowie stehen, um eine lohnenswerte Einmalzahlung leisten zu können, ist der Sparplan eine optimale Variante, um auch mit kleinen Beiträgen auf Dauer hohe Erträge zu erzielen.
Inhaltsverzeichnis
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Die verschiedenen Sparpläne für Lehrer

Unterschieden werden diese Anlageformen grundsätzlich zwischen den Banksparplänen und den Investment- oder Fondssparplänen. Bei den Banksparplänen handelt es sich um eine Art der Spareinlage, mit der Du regelmäßige Einzahlungen tätigst, die in die Anlage fließen und für ein immer höheres Guthaben und somit auch für einen steigenden Zinsertrag sorgen.

Investmentsparpläne investieren die regelmäßig in den Sparplan eingezahlten Sparbeiträge in Investmentfonds oder Aktien und somit in Wertpapiere, die durch Dividenden und Kurssteigerungen höhere Gewinne erwarten lassen, als es die Banksparpläne mit ihren Zinszahlungen erreichen können.

Der Cost-Average-Effekt als zusätzlicher Vorteil eines Sparplans

Gerade bei der Anlage in Wertpapiere wie Aktien oder auch Investmentfonds, wo es bezüglich des Gewinnes immer auch um die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs geht, spielt der Zeitpunkt des Erwerbs beziehungsweise der dann geltende Kurs eine große Rolle.

Aufgrund steigender und sinkender Kurse besteht dabei immer das Risiko des falschen Zeitpunkts. Legst Du beispielsweise eine große Summe in einen Fonds zu einem Zeitpunkt an, wo der Kurs recht hoch war und danach sofort zu sinken beginnt, fängt die Geldanlage sofort mit Verlusten an. Da Du nie weißt, wann sich der Kurs wieder in die Gewinnzone bewegt, brauchst Du viel Geduld und Durchhaltevermögen, um wieder von einer rentablen Geldanlage sprechen zu können.

Hier findet der Sparplan seinen großen Vorteil, weil nicht ein großer Betrag investiert wird, sondern regelmäßig kleinere Summen. Somit verschwindet das Risiko des falschen Einstiegspunktes, weil selbst bei einem Fallen des Kurses der Vorteil besteht, dass beim nächsten Beitrag dann halt zu geringeren Preisen gekauft werden kann.

Da bei einem Fondssparplan in der Regel gleich hohe Beträge bezahlt werden, führt das bei geringen Kursen zum Erwerb von mehr Anteilen und höhere Kurse haben den Kauf weniger Anteile zur Folge. Diese Eigenschaft des Sparplans wird auch als Cost-Average-Effekt oder Durchschnittskosteneffekt bezeichnet. Da der Anleger von den durchschnittlichen Kursen profitiert, kann ihm der richtige oder falsche Einstiegszeitpunkt im Grunde genommen egal sein.

Am besten lässt sich dieser positive Effekt an einem kleine Beispiel erläutern, in dem der Anleger hier sechs Monate lang immer 100 Euro in einen Fonds investiert, dessen Kurse von Monat zu Monat schwanken.

MonatFondspreisErworbene AnteileInvestition
Januar40 Euro2,5100 Euro
Februar60 Euro1,67100 Euro
März40 Euro2,5100 Euro
April60 Euro1,67100 Euro
Mai50 Euro2100 Euro
Juni50 Euro2100 Euro
Gesamt50 Euro im Durchschnitt12,34 Anteile600 Euro

 

Der Kurs betrug im Durchschnitt 50 Euro, bezahlt wurden für die letztendlich erworbenen 12,34 Anteile durchschnittlich aber nur 48,62 Euro, was den großen Vorteil des Cost-Average-Effekts verdeutlicht.

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Staatliche Förderungen für Lehrer in einen Sparplan

Mit einem Fondssparplan als Variante der Vermögenswirksamen Leistungen kannst Du nicht nur von den Vorteilen der Wertpapieranlage und dem Cost-Average-Effekts profitieren, sondern zudem auch noch von der staatlichen Förderung der Arbeitnehmersparzulage. Dabei werden jährliche Beiträge bis zu 400 Euro mit einem Bonus von 20 Prozent honoriert. Der Banksparplan kann zwar auch im Rahmen der Vermögenswirksamen Leistungen angelegt werden, wird aber nicht staatlich gefördert wie die aktien- oder fondsbezogene Variante.

Die steuerliche Betrachtung des Sparplans für Lehrer

Steuerlich gesehen gelten bei Sparplänen dieselben Regelungen wie bei allen anderen Geldanlagen. Zinsen, Dividenden und durch Verkauf realisierte Kursgewinne zählen zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Daher müssen sie im Rahmen der Abgeltungsteuer mit pauschal 25 Prozent versteuert werden.

Der Sparerpauschbetrag ermöglicht es Dir allerdings, solche Einkünfte bis zu einer Höhe von insgesamt 801 Euro erzielen zu dürfen, ohne sie versteuern zu müssen. Bei der entsprechenden Bank kannst Du in dem Zusammenhang einen Freistellungsauftrag ausfüllen, damit die Bank für Zinsen bis zu dem angegebenen Betrag erst gar keine Steuern an das Finanzamt abführt.

Fazit

Die Geldanlage in einen Sparplan bietet mehrere Vorteile. Es ist kein großer Betrag notwendig, um ein Vermögen aufzubauen und mit der fongsgebundenen Variante gleichzeitig nicht nur von den Erträgen des Wertpapiermarktes, sondern auch von den Vorteilen des Cost-Average-Effekts zu profitieren.

Im Rahmen der Vermögenswirksamen Leistungen können sogar noch staatliche Förderungen in Anspruch genommen werden sodass es für Dich Sinn macht, Dich auch mit dieser Form der Geldanlage zu befassen.

Häufig gestellte Fragen

Was versteht man unter dem Vorteil des Cost-Average-Effektes?
Was versteht man unter dem Vorteil des Cost-Average-Effektes?

Die Geldanlage in Sparpläne zeichnet sich dadurch aus, dass kein großer Einmalbetrag investiert wird, sondern monatliche Sparraten gezahlt werden, die dann laufend der Anlage zugeführt werden. Im Bereich der Fondssparpläne bedeutet das, dass regelmäßig Anteile gekauft werden, die nach und nach das eigene Fondsguthaben erhöhen.

Die Investition in monatlichen Beträgen statt in einer Summe verhindert die Gefahr, genau zum falschen Zeitpunkt zu investieren, nach dem es dann nur noch bergab geht. Der Cost-Average-Effekt oder auch auch als Durchschnittskosteneffekt bekannt sorgt dafür, dass mit dem gleichbleibenden Beitrag bei geringen Kursen viele und bei hohen Kursen wenige Anteile erworben werden. Dadurch werden Kursverluste mit Kursgewinnen ausgeglichen und am besten wird das durch ein Beispiel verdeutlicht.

Der Anleger legt hier über sechs Monate unabhängig vom Kurs der Fondsanteile jeweils 100 Euro an:

MonatFondspreisErworbene AnteileInvestition
Januar40 Euro2,5100 Euro
Februar60 Euro1,67100 Euro
März40 Euro2,5100 Euro
April60 Euro1,67100 Euro
Mai50 Euro2100 Euro
Juni50 Euro2100 Euro
Gesamt50 Euro im Durchschnitt12,34600 Euro

Trotz sinkender Kurse profitiert der Anleger durch den Cost-Average-Effekt und zahlt für Investmentfondsanteile, die durchschnittlich 50 Euro kosteten, lediglich 48,62 Euro. Der Cost-Average-Effekt bietet also nicht nur den Vorteil, sich nicht um einen falschen Einstiegszeitpunkt in die Anlage sorgen zu müssen, sondern auch Kursvorteile für sich nutzen zu können, selbst wenn während der Laufzeit die Kurse einmal sinken.

Dieser Effekt sorgt demnach für einen weiteren Vorteil der Anlage in Investmentfonds, dass auch Du Dich als Lehrer mit dieser Möglichkeit auseinandersetzen solltest.

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