Versicherungen während Schwangerschaft, Mutterschutz und Elternzeit

Hauke Simonsen   | Ratgeber Lehrer | Letztes Update: 13. Januar 2021

Neben der Vorfreude auf den kommenden Nachwuchs ist auch das Thema Absicherung immer von großer Bedeutung. Hier geht es vor allem um die Frage, welche Versicherungen du vor, während und nach der Schwangerschaft benötigst und welche Veränderungen die Geburt des Kindes diesbezüglich mit sich bringen. Die folgenden Abschnitte helfen dir dabei, den Überblick zu behalten und zu wissen, welche Versicherungen wichtig oder sogar vorgeschrieben sind und auf welche verzichtet werden kann.

Welche Versicherungen benötige ich als Lehrerin mit Kind?

Wenn du dich fragst, welche Versicherungen du in Bezug auf den anstehenden Nachwuchs benötigst, ist es sehr wichtig, sich sowohl mit der Zeit vor als auch nach der Geburt zu befassen. Gerade während der Schwangerschaft ist dabei der Blick auf die Krankenversicherung bedeutsam, weil zusätzliche Untersuchungen notwendig werden und die bestmögliche Absicherung für sich und das Kind gewählt werden sollte.

Die Krankenversicherung ist dabei gesetzlich vorgeschrieben, wobei unterschieden werden muss zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Bist du verbeamtet, hast du die freie Wahl zwischen beiden Varianten, wobei genau geschaut werden muss, welches im Fall einer Schwangerschaft die bessere Wahl ist.

Zudem sind natürlich auch andere Versicherungen wichtig. Gesetzlich vorgeschrieben ist zum Beispiel auch die KFZ-Haftpflichtversicherung, wenn du ein Auto zum Straßenverkehr zulassen möchtest. Nicht zwingend, aber von immenser Bedeutung sind Absicherungen wie die Dienstunfähigkeitsversicherung, die Diensthaftpflicht sowie die private Haftpflichtversicherung.

Zudem sorgen andere Versicherungen wie die Hausrat- und Rechtsschutzversicherung für eine optimale Absicherung, welche für ein gutes Gefühl sorgt, aber eher als optional anzusehen ist.

Welche Leistungen sind insbesondere während der Schwangerschaft wichtig?

Da es bei der Schwangerschaft vor allem um die Gesundheit von Mutter und Kind geht, spielt die Krankenversicherung die größte Rolle, wenn es um den optimalen Versicherungsschutz geht. Hier ist es wichtig, dass du die verschiedenen Möglichkeiten und Versicherungsumfänge kennst und dich so entscheidest, dass die wichtigsten Leistungen übernommen werden und du dich mit dem Versicherungsschutz wohlfühlst. Gerade Untersuchungen des Kindes im Bauch wie Ultraschalluntersuchungen oder eventuell auch weitergehende Untersuchungen werden je nach Versicherung nur zu einem Teil, in begrenzten Mengen oder auch überhaupt nicht übernommen.

Auch Geburtsvorbereitungskurse sind wichtig und sollten möglichst nicht aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. Hier lohnt sich immer ein Blick auf die Unterschiede zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung, aber auch auf die verschiedenen Anbieter an sich, deren Tarife sich oft auch bedeutsam unterscheiden.

Hauke Simonsen

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Die gesetzliche Krankenversicherung während der Schwangerschaft

Die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung bestimmen sich anhand des Einkommens. Zum einen wird der allgemeine Beitragssatz vom entsprechenden Einkommen berechnet. Wenn du allerdings nicht arbeitest, ein bestimmtes Einkommen nicht übersteigst und dein Ehepartner auch gesetzlich versichert sein, kannst du beitragsfrei in dessen Familienversicherung übernommen werden. Das gilt auch für das neugeborene Kind.

Was die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung betrifft, wurden auch bei den verschiedensten Reformen im Gegensatz zu anderen Bereichen kaum Abstriche gemacht – zu wichtig sind die Gesundheit von Mutter und Kind. Vor allem stehen einem dabei folgende Leistungen zu:

  • Zwölf bis dreizehn Vorsorgeuntersuchungen
  • Ultraschall-/Sonografie-Untersuchungen
  • Geburtsvorbereitungskurse
  • Mutterschaftsgeld in Höhe von 13 Euro pro Tag

Die private Krankenversicherung während der Schwangerschaft

Die Kosten der privaten Krankenversicherung bestehen aus einem persönlichen Beitrag, der sich aus verschiedenen Faktoren zusammensetzt. Zum einen wird er natürlich anhand des Versicherungsumfangs ermittelt. Zum anderen spielen das Eintrittsalter und der Gesundheitszustand eine wesentliche Rolle. Hier lohnen sich immer Vergleiche für das beste Preis-Leistungsverhältnis. Als verbeamteter Lehrer profitierst du dabei von der Beihilfe des Dienstherrn, durch dass du mit speziellen Tarifen nur sehr viel geringere Leistungen abdecken musst.

Bei den Leistungen der privaten Krankenversicherungen stehen vor allem die folgenden Punkte im Mittelpunkt:

  • Wichtige Erst- und Verlaufs-Vorsorgeuntersuchungen (z.B. Gewicht, Urin, Blutdruck)
  • Verschiedene Laboruntersuchungen
  • Pränatale Diagnostik
  • 3 Ultraschalluntersuchungen
  • 3D-Umtersuchung
  • Geburtsvorbereitungskurse
  • Einmaliges Mutterschaftsgeld in Höhe von 210 Euro

Gerade im Bereich der privaten Krankenversicherungen unterschieden sich die Tarife in ihrem jeweiligen Versicherungsumfang. Hier lohnt sich immer ein Vergleich der bestehenden Möglichkeiten, um nichts dem Zufall zu überlassen und die Leistungen zudem zu optimalen Beiträgen zu erhalten.

Versicherungen, die während des Mutterschutzes wichtig sind

Es gibt besonders wichtige Versicherungen für den Lehrer, die auch während des Mutterschutzes von großer Bedeutung sind. Hier solltest du möglichst wenig an deinem Versicherungsschutz ändern und je nach finanziellen Möglichkeiten versuchen, eher durch Vergleiche die Beiträge zu reduzieren als die vorhandene Absicherung.

  • Dienstunfähigkeitsversicherung


    So sollte immer eine Dienstunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden. Hierbei handelt es sich um eine besondere Form der Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte. Diese leistet auch dann, wenn noch kein Arzt, aber der Dienstherr über die Dienstunfähigkeit entscheidet. Da der Fall einer Berufs- bzw. Dienstunfähigkeit immer auch während des Mutterschutzes eintreten und somit die weitere Ausübung des Berufes verhindern kann, ist diese Absicherung zu jedem Zeitpunkt von immenser Bedeutung.
  • Diensthaftpflichtversicherung


    Auch die bestehende und wichtige Diensthaftpflichtversicherung solltest du weiterlaufen lassen. Somit hast du einen durchgängigen und wichtigen Schutz und brauchst dir keine Gedanken über Haftpflichtansprüche zu machen, auch wenn du nur seltener in der Schule bist. Schon alleine die Dienstschlüssel kannst du auch jederzeit verlieren, was zu sehr hohen Kosten ohne Versicherung führen könnte.
  • Hausratversicherung


    Die Hausratversicherung sichert dich gegen verschiedene Gefahren ab, durch die dein Hab und Gut zerstört oder beschädigt werden sowie abhandenkommen kann. Diese Risiken bestehen zu jederzeit, sodass du den Versicherungsschutz möglichst beibehalten solltest. Das macht vor allem auch deshalb Sinn, weil du zum Beispiel mit neuen Kindermöbeln noch mehr Hausrat besitzt, der unter Umständen schnell ersetzt werden muss und das möglichst nicht aus eigenen finanziellen Mitteln.
  • KFZ-Versicherung


    Wenn du ein Auto hast, ist die KFZ-Versicherung im Bereich der KFZ-Haftpflicht gesetzlich vorgeschrieben, sodass du überhaupt keine Wahl hast, auf diesen Versicherungsschutz zu verzichten, wenn du das Fahrzeug weiter nutzen möchtest. Verzichten kannst du auf die Teil- oder Vollkaskoversicherung, wodurch du dann aber keinen Schutz für dein eigenes Fahrzeug hast.
  • Rechtsschutzversicherung


    Die Rechtsschutzversicherung gewinnt immer mehr an Bedeutung, weil die Hemmschwelle, wegen Streitigkeiten vor Gericht zu ziehen, immer niedriger wird. Oft kannst du dann nur für dein gutes Recht kämpfen, wenn du die Kosten dafür dank einer solchen Versicherung nicht selber tragen musst. Frage ist natürlich immer, für wie wahrscheinlich du den Weg zum Anwalt hältst. Gelegenheiten und Bereiche dafür gibt es allerdings genug und wenn du dich schon einmal aus einem bestimmten Grund für diesen Schutz entschieden haben, solltest du ihn dir auch beibehalten.

Auf welche Versicherungen kann verzichtet werden?

Es gibt durchaus Versicherungen, die nicht zwingend notwendig sind, aber häufig der eigenen Ruhe dienen. Um dieses Sicherheitsgefühl nicht einbüßen zu müssen, wird vom voreiligen Verzicht von Versicherungen abgeraten. Optimaler ist dagegen der Versicherungsvergleich, um durch günstigere Angebote am Beitrag, aber nicht am Versicherungsschutz zu sparen. Ansonsten kannst du auf folgende Versicherungen durchaus verzichten:

  • Vollkaskoversicherung für ein nicht mehr so neuwertiges Auto und eventuell auch die Teilkaskoversicherung
  • Alle Formen der Reiseversicherungen, wenn Urlaube während der Schwangerschaft eher unwahrscheinlich sind
  • Die schon angesprochenen Hausrat- und Rechtsschutzversicherungen, die nicht existentiell sind, aber immer für ein gutes Gefühl sorgen

Im Grunde genommen ist die Schwangerschaft kein Zeitraum, in dem sich am Umfeld so viel ändert, dass Versicherungen hinfällig werden, weshalb die Liste auch sehr übersichtlich ausfällt.

Welche gesonderten Versicherungen sind nach der Geburt des Kindes wichtig?

Die Mutter ist schon während der Schwangerschaft optimal abgesichert und es werden nach der Geburt keine weiteren Versicherungen notwendig. Anders sieht es für das Kind aus. Hier ist es im Rahmen der Krankenversicherung von Bedeutung, ob eine private oder gesetzliche Krankenversicherung besteht. Im Rahmen der gesetzlichen Absicherung wird das Kind automatisch und beitragsfrei in die Familienversicherung aufgenommen. Bei der privaten Krankenversicherung muss für das Kind ein separater Vertrag mit eigenem Beitrag bezahlt werden. Als verbeamtete Lehrerin erhältst du aber auch für das Kind eine Beihilfe, die den notwendigen Versicherungsumfang und somit auch den Beitrag reduziert.

Bei anderen Versicherungen ist es wichtig, dass das Kind mit als versicherte Person aufgenommen wird. Besonders bedeutsam ist das bei einer Haftpflichtversicherung, die unbedingt auf eine Familienversicherung umgestellt werden muss, wenn dies nicht sowieso schon erfolgt ist.

Fazit

Versicherungen können keine Schäden vermeiden, sind aber eine unverzichtbare Vorsorge, um im Schadenfall oder vor allem auch bei medizinischen Untersuchungen und Behandlungen nicht auf den entsprechend entstehenden Kosten sitzenbleiben zu müssen. Daher ist es auch in einer Zeit wie der Schwangerschaft wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und folgende Punkte zu verinnerlichen:

  • Die gesetzlich vorgeschriebene Krankenversicherung kann nicht verzichtet werden. Es macht aber Sinn, die verschiedenen Formen und Tarife zu vergleichen, um optimal abgesichert zu sein.
  • Versicherungen wie die Dienstunfähigkeitsversicherung oder die Diensthaftpflichtversicherung gehören zum unverzichtbaren Versicherungsschutz dazu wie auch die sowieso gesetzlich vorgeschriebene KFZ-Haftpflichtversicherung.
  • Wichtig ist es immer zu prüfen, ob für das neugeborene Kind ein zusätzlicher Versicherungsvertrag notwendig wird oder bestehende Verträge erweitert werden müssen, um rundum abgesichert zu sein.
  • Da ein bestehender Versicherungsschutz immer für eine gewisse Sicherheit und Sorgenfreiheit sorgt, sollte besser durch Versicherungsvergleiche am Beitrag gespart werden statt auf wichtige Leistungen zu verzichten.

Häufig gestellte Fragen

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