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Zusätzliche Kosten während der Schwangerschaft und Elternzeit

Schwanger sein bedeutet Vorfreude auf den neuen Familienzuwachs. Gleichzeitig kommen aber auch viele finanzielle Dinge auf einen zu, mit denen man sich frühzeitig befassen sollte, um sich gut vorbereitet weniger Sorgen machen zu müssen. Während der Schwangerschaft und der Elternzeit werden einige zusätzliche Kosten auf einen zukommen und die monatlichen Einkünfte werden hingegen zurückgehen. Im Folgenden wird aufgezeigt, welche Kosten auf einen zukommen, aber auch verdeutlicht, dass du als Lehrerin erstens finanziell recht gut dastehst und es zweitens trotz der laufenden und auch steigenden Ausgaben viele Möglichkeiten gibt, die Kosten zu senken und sich ohne finanzielle Sorgen auf das Kind freuen zu können.

Welche zusätzlichen Kosten kommen auf mich zu während der Schwangerschaft?

Der Faktor Kosten ist im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft nicht unwesentlich. Sowohl vor als auch nach der Geburt kommt es zu zahlreichen Kosten, die das individuelle Budget belasten können. Wichtig ist es dabei immer, möglichst frühzeitig entsprechende Informationen einzuholen, um zumindest nicht von den hohen Ausgaben überrascht zu werden.

Kosten vor der Geburt

Schon vor der Geburt ereilen einen die verschiedensten zusätzlichen Ausgaben, die auf einmal mit in das Budget passen müssen und somit die finanzielle Situation durchaus anspannen können.

  • Spezielle Untersuchungen

    So gibt es spezielle Untersuchungen, die für einen selber wichtig sind und für eine sorgenfreie Freude auf den Nachwuchs sorgen können. Da solche Untersuchungen nicht oder nicht in vollem Umfang von der Krankenversicherung übernommen werden, kommen auch hier weitere Ausgaben auf einen zu. Hier kann es sich im Vorfeld auch lohnen, mit speziellen Krankenzusatzversicherungen, auch zusätzliche Untersuchungen abgedeckt zu haben und nur den Beitrag für diese Zusatzversicherung zahlen zu müssen.

  • Einrichtung Kinderzimmer

    Eine Art der Vorfreude ist auch die Einrichtung des Kinderzimmers. Diese sollte bestenfalls auch vor der Geburt erfolgen, weil danach deutlich weniger Zeit dafür sein wird und das Kind nach der Geburt sofort in das eigene Reich einziehen kann. Betten, Schränke, Wickeltische, Kuscheltiere und vieles mehr führen zu weiteren Kosten im Vorfeld der Geburt.

  • Anschaffung Kinderwagen

    Wichtig ist auch die rechtzeitige Anschaffung eines Kinderwagens oder eines Buggys, wo auch mehr Geld für notwendig wird als man sich vorstellt.

  • Optional: Größeres Auto

    Der Kinderwagen aber auch ein notwendiger Platz für das Kind an sich sorgen in vielen Fällen auch dafür, dass ein größeres Auto gekauft werden muss. Diese Kosten können dann natürlich schnell die finanziellen Möglichkeiten an ihre Grenzen bringen, wo aber verschiedene Arten der Finanzierungen helfen können. Wichtig ist in dem Zusammenhang auch der Vergleich neuer Autoversicherungen, durch den du viel Geld sparen kannst.

Nicht zuletzt solltest du dich auch schon auf finanzielle Themen einstellen, die auf dich zukommen können, weil sie für dein Kind einfach sinnvoll und wichtig werden können. Hier findest du nähere und detaillierte Informationen und Ratschäge im Artikel zum Thema Finanzen für das Kind.

Kosten nach der Geburt

Selbstverständlich hören die zusätzlichen Kosten nach der Geburt nicht auf und du wirst feststellen, wieso es oft heißt, dass Kinder teuer sind. Gut vorbereitet werden die Kosten aber zumindest nicht zu einer Überraschung und auch besser zu regeln sein.

  • Kleidung

    Hast du nicht schon Kinder oder im näheren Umkreis, von denen gebrauchte Anziehsachen nützlich sein können, müssen diese für die erste Zeit natürlich auch schon angeschafft werden. Dazu kommen dann häufig noch Wickeltaschen und andere praktische Dinge, die du für deine finanziellen Planungen nicht außer Acht lassen solltest. Gerade das Thema Bekleidung wird dich laufend auf Trab halten, weil das Kind schneller wächst als vermutet und somit auch schneller neue Anziehsachen notwendig werden.

  • Nahrung und Pflege

    Ein wichtiger und regelmäßiger Faktor sind alltägliche Baby-Sachen wie Windeln, Fläschchen, Babynahrung, Hautpflegeprodukte. Hier gibt es viele verschiedene Dinge und Produkte, die an sich nicht teuer sind, in der Masse aber auch zu nennenswerten Ausgaben führen und nicht vergessen werden dürfen.

  • Betreuungskosten

    Mit steigendem Alter kommen immer weitere Ausgaben hinzu. Hier gehören zum Beispiel auch die Kosten für die Kita oder auch schon vorher für Babysitter oder andere Betreuungen, spezielle Kurse für Babys und Kleinkinder und vieles mehr.

Versicherungen

Das Thema Versicherungen ist immer auch ein Thema, was einem schnell in den Sinn kommt, wenn zu viele Ausgaben den Geldbeutel belasten. Oft wird dann aber zu voreilig die ein oder andere Versicherung gekündigt, um Geld zu sparen, aber ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie wichtig der jeweilige Versicherungsschutz ist. Besonders wichtig sind dabei folgende Versicherungen:

  • Private Haftpflichtversicherung

    Die private Haftpflichtversicherung übernimmt die Kosten für Schäden, die du oder später auch dein Kind jemand anderem versehentlich zufügst. Gerade dann, wenn es zu hohen Sach- oder vor allem zu Personenschäden in Form von Verletzungen mit notwendigen medizinischen Behandlungen kommt, können Schadenersatz- und Schmerzensgeldforderungen ohne eine entsprechende Versicherung zu lebenslangen finanziellen Sorgen führen.

  • Kfz-Haftpflichtversicherung

    Bei der Autoversicherung ist die Kfz-Haftpflichtversicherung sowieso gesetzlich vorgeschrieben. Solltest du dir für den Nachwuchs ein neues Auto angeschafft haben oder sowieso ein neueres Auto besitzen, ist auch die Vollkaskoversicherung wichtig, um auch die Kosten für Schäden am eigenen Fahrzeug bezahlt zu bekommen. Wichtig ist das vor allem bei einem Totalschaden, bei dem ein neues Auto benötigt wird und die Kosten dafür dann nicht alleine getragen werden müssen.

  • Krankenversicherung

    Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Krankenversicherung sorgen private Zusatzversicherungen für bessere medizinische Leistungen, ganz gleich ob es um Behandlungen und Vorsorgeuntersuchungen oder auch um stationäre Aufenthalte oder Zahnbehandlungen geht.

  • Hausratversicherung

    Gerade auch bei Neuanschaffungen von Möbeln und Ähnlichem für den Familienzuwachs aber auch sonst ist die Hausratversicherung eine wichtige, wenn auch nicht existentielle Versicherung. Im Schadenfall sorgt sie aber dafür, dass du Einrichtungs-, Verbrauchs- und Gebrauchsgüter nicht aus eigenen finanziellen Mitteln neuanschaffen musst.

Altersvorsorge

Die Altersvorsorge wird immer wichtiger denn je. Hier gibt es die verschiedensten Varianten und vor allem die staatlich geförderten Produkte können dabei attraktive Vorteile aufweisen. Hier bietet die Riesterrente ja sogar auch spezielle Förderungen in Form der Kinderzulage, die dich als Elternteil zusätzlich profitieren lässt.

Die Altersvorsorge ist aber nur dann attraktiv, wenn du damit nicht nur eine zusätzliche Rente für später aufbaust, sondern auch heute ausreichend Geld zum Leben besitzt. Daher sollten gerade für die Elternzeit die Beiträge zur Altersvorsorge gut geprüft und eventuell auch reduziert oder ausgesetzt werden.

Rücklagen

Das Sparen von Geld für gewisse Rücklagen ist jederzeit wichtig. Am besten solltest du damit schon frühzeitig vor der Geburt starten, weil viele später notwendige Ausgaben die Sparbeiträge vielleicht nicht mehr zulassen werden. Es ist aber immer gut, sich ein gewisses finanzielles Polster anzuschaffen, um sich zwischendurch auch einfach mal etwas gönnen zu können oder das Geld für Notfälle zur Verfügung zu haben. Hier wird auch von einem „Notgroschen“ gesprochen.

  • So kann immer etwas passieren, wie zum Beispiel ein Defekt an der Waschmaschine. Gerade mit einem kleinen Kind ist diese unverzichtbar, sodass schnell eine Reparatur oder sogar die neue Maschine bezahlt werden muss.
  • Auch ein kaputtes Auto kann schnell zu einer Kostenfalle werden. Reparaturen werden oft teurer als vermutet oder ein neues Fahrzeug muss her, denn mit einem Kind ist es selten möglich, ganz ohne fahrbaren Untersatz auszukommen.

Es gibt aber auch Zuschüsse

Neben den Kosten gibt es aber auch verschiedene Zuschüsse, die du als Lehrer mit Kind für dich in Anspruch nehmen kannst.

  • Staatliche Kindergeld: So gibt es für jeden das staatliche Kindergeld in Höhe von monatlich 194 Euro für das erste und zweite Kind 194 Euro, 200 Euro für das dritte Kind und sogar 225 Euro für das vierte und jedes weitere Kind.
  • Familienzuschuss: Als verbeamteter Lehrer profitierst du zudem von dem Familienzuschuss, wo du auch je Kind noch zusätzliches Geld zu deinem Gehalt erhältst.
  • Kranken- und Pflegeversicherung: Während der Elternzeit erhältst du außerdem einen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Weitere detaillierte Informationen bietet hier der zur Verfügung stehende Artikel über die Zuschüsse während der Schwangerschaft und Elternzeit.

Welche Kosten habe ich als Lehrerin in der Elternzeit?

Weniger Geld in der Elternzeit bedeutet auch, dass man sich immer seiner laufenden Kosten bewusst sein muss, um zu erkennen, ob die finanziellen Mittel oder man irgendwo verzichten muss, wenn es denn überhaupt möglich ist.

  • Lebensmittel

    Die Verpflegung wird immer ein fester Bestandteil der laufenden Lebenshaltungskosten bleiben, denn auf Essen und Trinken wird niemals verzichtet werden können. Durch das neue Familienmitglied werden diese Kosten sogar noch erhöht.

  • Wohnkosten

    Die Kosten für die Wohnung werden ebenfalls bleiben. Das können Mietzahlungen oder auch die Raten für ein finanziertes Eigenheim sein. Hinzukommen natürlich auch die Nebenkosten für Strom, Heizung, Wasser und weitere Ausgaben, die sich auch auf die neue Ausstattung mit zusätzlichen Möbeln oder Besonderheiten wie Treppengitter als Schutz für das Kind beziehen. Möglicherweise wird sogar eine größere Wohnung notwendig, die dann höhere Kosten mit sich bringt.

  • Mobilität

    Größer werden müssen kann auch auf das Auto zutreffen, wenn das bisherige zu wenig Platz für das neue Familienmitglied und besonders auch mitzuführende Kinderwägen oder -sitze bietet. Ganz gleich ob es um das alte oder um ein neues Fahrzeug geht, werden einen die Kosten für das Auto begleiten, die nicht nur durch das Tanken entstehen, sondern sich auch in Form von Steuern und Versicherungen äußern. Vielleicht ist es aber auch die Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel, die du finanziell mit in deine Rechnung einbeziehen solltest.

  • Versicherungen

    Die Versicherungen sind sowieso ein Kostenfaktor, der einen sowohl vor als auch während und auch nach der Elternzeit begleitet und welche wichtig für dich und dein Kind sind. Krankenversicherungen, Haftpflichtversicherung, Autoversicherung, Hausratversicherung sind dabei die Versicherungen, welche du auf jeden Fall besitzen solltest.

  • Altersvorsorge

    Auch bei der Altersvorsorge werden bisherige Verträge weiterlaufen, was für die spätere zusätzliche Rente auch empfehlenswert ist. Solltest du dir diese während der Elternzeit nicht leisten können, kannst du diese aber auch vorrübergehend aussetzen.

Wo kann ich überall Geld sparen?

Neben den ganzen Ausgaben kannst du aber auch Geld einsparen. Hier sind ein paar Beispiele, wie du während der Schwangerschaft Geld einsparen kannst.

  • Versicherungen: Im Bereich der Versicherungen können Vergleiche immer dabei helfen, einen geringeren Beitrag zu erzielen, ohne dabei die Leistungen reduzieren zu müssen. Das ist die bessere Lösung als Versicherungen wegen zu hoher Kosten zu kündigen, da mit einem Kind die Risiken nicht geringer werden, sondern ein umfassender Versicherungsschutz eher noch teurer wird.
  • Altersvorsorge: Bei der Altersvorsorge kannst du je nach Vertrag problemlos sparen, indem du vorübergehend die Beiträge reduzierst. Bei einer Riesterrente musst du weniger Geld einzahlen, weil auch dein Einkommen geringer ist. Zudem erhältst du durch dein Kind weitere Zulagen. Bei einer Reduzierung der Beiträge für die Altersvorsorge darf allerdings nicht vergessen werden, dass dadurch auch die Ablaufleistung in Form der zusätzlichen Rente geringer wird.
  • Sparraten: Deine finanziellen Möglichkeiten beziehungsweise die entsprechende finanzielle Flexibilität kannst du auch dadurch verbessern, indem du für bestimmte nicht ganz so wichtige Dinge weniger Geld sparst. Die Ausgaben für das Kind und das Zurechtfinden mit einem geringeren Einkommen ist dann in dieser Zeit erst einmal wichtiger, als sich weitere Reserven aufzubauen. Erspartes muss dabei nicht zwingend aufgebraucht werden, aber es muss auch nicht gesteigert werden, wenn an anderen Stellen das Geld fehlt.
  • Verzicht: Auch weniger Urlaub kann das Portemonnaie enorm schonen. In den ersten Monaten werden sowieso so viele neue Dinge auf einen zukommen, dass man keinen Urlaub braucht oder ihn auch überhaupt nicht nehmen kann. Auf diese Art und Weise kann viel Geld gespart und für andere Dinge verwendet werden.

Fazit

Die Schwangerschaft und die Elternzeit werden Etappen in deinem Leben, die davon geprägt sind, dass das Einkommen geringer ist, ohne dass aber die Ausgaben ebenfalls kleiner werden. In der Regel kommen vor und nach der Geburt sogar noch höhere Ausgaben auf einen zu. Befasst du dich jedoch etwas genauer mit der Thematik, stellst du viele Dinge fest, die diese Sorgen schnell kleiner und die Freude auf den Nachwuchs noch größer werden lassen.

  • Mit dem Elterngeld erhältst du eine Entgeltersatzleistung, die zumindest einen großen Teil des vorübergehend wegfallenden Einkommens abdeckt.
  • Weitere Zuschüsse erweitern die finanziellen Möglichkeiten und reduzieren die Sorgen wegen der geringeren Einnahmen.
  • Viele der laufenden und nicht zu beseitigenden Ausgaben können zumindest reduziert werden.

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