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Was verdient ein Referendar?

Wie viel verdient eigentlich ein Lehramts-Referendar? Dies kann nicht pauschal beantwortet werden, da das Gehalt von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Wir zeigen dir in diesem Artikel auf, wie sich das Gehalt eines Referendars zusammensetzt, welche Dinge dabei eine Rolle spielen und wie du das Gehalt sogar noch beeinflussen kannst.

Inhaltsverzeichnis
Mit dem Inhaltsverzeichnis erhältst du nicht nur einen schnellen Überblick über den Artikel, sondern kannst zugleich schnell an die gewünschte Stelle im Beitrag springen.

Gehalt eines Lehramt-Referendars

Wenn du beruflich den Weg als Lehrer einschlagen möchtest, benötigst du nicht nur das entsprechende Studium, sondern auch das anschließende Referendariat. Die Bildung fällt in den Zuständigkeitsbereich der einzelnen Bundesländern, sodass dort auch die Länge des Referendariats geregelt wird und somit quer durch Deutschland unterschiedlich ausfällt. Grundsätzlich ist für dich zunächst Folgendes wichtig:

  • Vorbereitungszeit

    Die Vorbereitungszeit, wie das Referendariat auch genannt wird, liegt dabei zwischen 12 und 24 Monaten. Das ist eine lange Zeit, die natürlich auch finanziell irgendwie überstanden werden muss. Daher ist es auch schon für Referendare wichtig zu wissen, wie es sich mit einem eventuellen Gehalt oder anderen Bezügen verhält. Was und wie viel ein Referendar wird im Folgenden im Detail erläutert wie auch andere wichtige Punkte, die wichtig sind, um finanziell gut vorbereitet in das Referendariat zu starten.

  • Beamtenstatus

    Schon in dieser Vorbereitungszeit werden Referendare in den Beamtenstatus gehoben und gelten als Beamte auf Widerruf. Das sorgt dafür, dass Referendare auch von den beamtenrechtlichen Vorteilen profitieren, wie zum Beispiel die Tatsache, dass sie nicht der gesetzlichen Sozialversicherungspflicht unterliegen. Somit haben sie freie Wahl zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung, wobei die private Krankenversicherung nicht nur bessere Leistungen bietet, sondern auch spezielle Tarife bereithält, die sich perfekt mit der Beihilfe kombinieren lassen, um nicht nur besser, sondern auch günstiger versichert zu sein.

  • Sozialversicherungspflicht

    Die Sozialversicherungspflicht bedeutet zudem, dass keine Beiträge an die deutsche Rentenversicherung werden. Dadurch baust du keine Rentenansprüche auf und du erhältst zudem keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld, was du immer im Hinterkopf behalten solltest.

Wie setzt sich das Gehalt eines Lehramts-Referendars zusammen?

Referendare bekommen kein Gehalt, weil es im Grunde genommen noch keine berufliche Tätigkeit ist, sondern noch ein Teil der Qualifizierung zum Lehrer. Um sich aber nicht für die Finanzierung des Lebensunterhalts mit anderen beruflichen Tätigkeiten befassen zu müssen und sich nicht auf die Vorbereitungszeit konzentrieren zu können, wird ein als Sozialleistung zu betrachtenden Grundbetrag gezahlt. Hierbei handelt es sich um den so genannten Anwärtergrundbetrag, dessen Höhe in den verschiedenen Bundesländern variiert.

Hinzu können verschiedene Zuschläge kommen. So gibt es den Familienzuschlag, dessen Höhe abhängig davon ist, ob du verheiratet bist oder Kinder hat und bei Kindern ist auch die Anzahl der Kinder entscheidend für die Höhe dieses Zuschlags. Abgesehen davon kann es auch den Anwärtersonderzuschlag geben, der dann gezahlt wird, wenn es in besonderen Fällen einen besonders großen Mangel an Fachkräften gibt. Das Bundesministerium des Inneren beschließt einen solchen Zuschlag, der dann 70 Prozent des Grundbetrages nicht überschreiten soll und in keinem Fall 100 Prozent des Grundbetrages übertreffen darf.

Ein weiterer finanzieller Aspekt ist die schon erwähnte Beihilfe im Krankheitsfall. Hier profitierst du auch als Referendar von entsprechenden Übernahme der Krankheitskosten, sodass du über eine Krankenversicherung nur noch einen geringen Teil selber absichern musst. daher eignen sich die speziellen Tarife in der privaten Krankenversicherung, für die du dann auch nur einen entsprechend reduzierten Beitrag bezahlen musst.

Diese Faktoren entscheiden über das Gehalt im Referendariat

Wie auch im späteren Berufsleben als Lehrer ist es auch als Referendar schon so, dass sich die Einkünfte anhand verschiedener Faktoren bestimmen, auf die wir im Folgenden kurz eingehen.

  • Besoldungsgruppe

    In der Welt der Beamten bestimmt sich das Gehalt größtenteils durch die Einstufung in die verschiedenen Besoldungsgruppen. Hier ist vor allem die gewählte Schulart von Bedeutung. So wirst du als Referendar für die Grundschule in die Besoldungsgruppe A12 eingestuft. Referendare an Gymnasium erhalten die Besoldungsgruppe A13 oder sogar A13 mit Zuschlag. Bei Realschulen gibt es Unterschiede zwischen A12 und A13, was abhängig ist vom jeweiligen Bundesland.

  • Bundesland

    Damit ist auch schon der nächste Faktor genannt. Seit einer Reform im Jahre 2006 liegen die Entscheidungen bezüglich der Gehälter für Lehrer und auch für Referendare bei den Bundesländern. Daher kommt es auch dazu, dass sich in den Bundesländern nicht nur die gewählten Besoldungsgruppen, sondern auch die entsprechend dazu geordneten Gehälter unterscheiden. Wer höhere Einkünfte haben möchte, kann das daher auch so schaffen, dass er sich in besser bezahlten Bundesländern als Referendar bewirbt, wenn es die Lebensumstände zulassen.

  • Schulart

    Wie schon im Rahmen der Besoldungsgruppen beschrieben, ist die gewählte Schulart ein wichtiger Faktor für die Ermittlung des Gehalts bzw. der Bezüge des Referendars. Diese richten sich nach denselben Regelungen wie bei den Lehrern. Das führt dazu, dass immer noch die Grundschullehrer weniger Geld bekommen als Lehrer an Gymnasien und Berufsschulen und auch an Realschulen meistens weniger gezahlt wird. Hier gibt es viele Anstrengungen, diesen Zustand abzustellen und Lehrer mit den gleichen Gehältern auszustatten, was dann auch eine Angleichung bei den Referendaren zur Folge hätte.

  • Steuerklasse

    Wie in jedem Beruf ist auch die Steuerklasse ein Faktor für das Einkommen, wobei es hier dann um das Nettoeinkommen geht. Je nach Familienstand kann die Steuerklasse 1 gegen andere Varianten getauscht werden, um von höheren Freibeträgen zu profitieren. Verheiratete Paare können so zum Beispiel in die Steuerklasse 4 wechseln oder die Kombination aus Steuerklasse 3 und 5 wählen, wenn einer deutlich weniger verdient. Als alleinerziehender Referendar kannst du durch die Steuerklasse 2 von geringeren Abzügen profitieren.

  • Familie

    Abgesehen von der Steuerklasse ist der Familienstand ebenfalls von Bedeutung. Im Rahmen der Vorteile eines Beamten profitierst du als Referendar nämlich auch davon, dass du verheiratet oder mit Kindern den Familienzuschlag und somit mehr Geld erhältst.

Welche Abzüge gehen vom Brutto Gehalt ab?

Bei den im späteren Verlauf angezeigten Anwärterbezügen handelt es sich um das “Bruttoeinkommen” eines Referendars. Interessant ist es dann natürlich, was am Ende als Nettoeinkünfte wirklich zur Verfügung steht. Zugegeben ist das Gehalt eines Referendars nicht hoch, wobei es sich natürlich ja auch “nur” um eine Art Sozialleistung handeln soll. Als positiv wirkt sich aber aus, dass es kaum zu Abzügen kommt.

  • Steuerklasse: Abzüge gibt es in Form der Steuer, die abhängig ist von der jeweiligen Steuerklasse. So oder so werden bei dem geringen Gehalt die steuerlichen Abzüge aber auch sehr niedrig ausfallen. Hier spielt es zudem auch eine Rolle, ob Kirchensteuer gezahlt werden muss oder nicht.
  • Beamtenstatus: Referendare unterliegen als Beamte auf Widerruf nicht der gesetzlichen Sozialversicherungspflicht. Daher werden nicht automatisch Beiträge für die Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung einbehalten, was die Abzüge extrem reduziert. Aus den Augen verlieren darfst du in dem Zusammenhang aber auch nicht, dass dadurch auch kein Recht auf die entsprechenden Leistungen besteht.
  • Beihilfe: In Deutschland herrscht die Pflicht zur Krankenversicherung. Hier profitierst du als Referendar aber von der für Beamte geltenden Beihilfe. Hierbei übernimmt der Dienstherr in der Regel mindestens die Hälfte der entstehenden Krankheitskosten. Im Umkehrschluss musst du als Referendar nur die Hälfte absichern. Dafür gibt es spezielle Tarife in der privaten Krankenversicherung, die entsprechend günstiger sind und für weniger Abzüge sorgen.

So viel verdienen Referendare während des Referendariats

Die Anwärterbezüge für Referendare unterscheiden sich sowohl vom Bundesland, in dem das Referendariat abgehalten wird, sowie von der entsprechend vorgesehenen Besoldungsgruppe. Auch hier gibt es Unterschiede, wobei grundsätzlich gesagt werden kann, dass die Einstufungen ähnlich der des späteren Berufs vorgenommen werden. In den meisten Bundesländern gehören Referendare für das Grundschullehramt der Besoldungsgruppe A12 an, Referendare an Realschulen können meistens die Gruppe A13 erwarten und an Gymnasien oder Berufsschulen profitieren die Referendare in der Regel von der Besoldungsgruppe A13Z, also mit Zuschlag.

Die folgenden Tabellen beziehen sich auf diese Besoldungsgruppen, wobei es je nach Schulart, auch bezüglich eines Referendariats an Förderschulen, wichtig ist, im entsprechenden Bundesland anzufragen, welche Regelungen dort gelten. Eine Besonderheit betrifft dabei auch Sachsen, wo das Referendariat nur im Angestelltenverhältnis und nicht im Beamtenstatus vollzogen werden kann. Die angegebenen Anwärterbezüge stellen die Bruttoeinkünfte dar, bevor Abzüge wie die zu entrichtende Steuer abgezogen werden.

Besoldungsgruppe A12

Anwärterbezüge am Beispiel der Einstufung in Besoldungsgruppe A12

Nachfolgend findest du in der Tabelle eine Übersicht mit Anwärterbezügen. In diesem Fall die Besoldungsgruppe A12, welche häufig an Grundschulen zum Einsatz kommt.

BundeslandAnwärtergrundbeträge
Baden-Württemberg1.358,53 Euro
Bayern1.353,44 Euro
Berlin1.240,35 Euro
Brandenburg1.425,06 Euro
Bremen1.296,24 Euro
Hamburg1.359,25 Euro
Hessen1.343,39 Euro
Mecklenburg-Vorpommern1.357,37 Euro
Niedersachsen1.300,89 Euro
Nordrhein-Westfalen1.400,37 Euro
Rheinland-Pfalz1.298,09 Euro
Saarland1.281,20 Euro
Sachsen1.426,79 Euro
Sachsen-Anhalt1.352,28 Euro
Schleswig-Holstein1.337,83 Euro
Thüringen1.369,34 Euro

Info: Seit 2018 erfolgt die Bezahlung in Brandenburg nach der Gruppe A13.

Besoldungsgruppe A13

Anwärterbezüge am Beispiel der Einstufung in Besoldungsgruppe A13

Nachfolgend findest du in der Tabelle eine Übersicht mit Anwärterbezügen. In diesem Fall die Besoldungsgruppe A13, welche häufig an Realschulen zum Einsatz kommt.

BundeslandAnwärtergrundbeträge
Baden-Württemberg1.391,21 Euro
Bayern1.385,21 Euro
Berlin1.273,96 Euro
Brandenburg1.425,06 Euro
Bremen1.329,39 Euro
Hamburg1.390,60 Euro
Hessen1.375,33 Euro
Mecklenburg-Vorpommern1.389,98 Euro
Niedersachsen1.335,94 Euro
Nordrhein-Westfalen1.433,28 Euro
Rheinland-Pfalz1.329,96 Euro
Saarland1.312,82 Euro
Sachsen1.495,10 Euro
Sachsen-Anhalt1.384,00 Euro
Schleswig-Holstein1.371,19 Euro
Thüringen1.403,00 Euro
Besoldungsgruppe A13 mit Zuschlag

Anwärterbezüge am Beispiel der Einstufung in Besoldungsgruppe A13 mit Zuschlag

Nachfolgend findest du in der Tabelle eine Übersicht mit Anwärterbezügen. In diesem Fall die Besoldungsgruppe A13 mit Zuschlag, welche häufig an Gymnasien oder Berufsschulen zum Einsatz kommt.

BundeslandAnwärtergrundbeträge
Baden-Württemberg1.427,62 Euro
Bayern1.420,08 Euro
Berlin1.310,88 Euro
Brandenburg1.459,04 Euro
Bremen1.365,17 Euro
Hamburg1.425,04 Euro
Hessen1.410,39 Euro
Mecklenburg-Vorpommern1.425,82 Euro
Niedersachsen1.374,13 Euro
Nordrhein-Westfalen1.469,43 Euro
Rheinland-Pfalz1.364,96 Euro
Saarland1.347,56 Euro
Sachsenkeine Angabe
Sachsen-Anhalt1.407,81 Euro
Schleswig-Holstein1.407,81 Euro
Thüringen1.439,97 Euro

Info: In dieser Tabelle wird Sachsen nicht aufgeführt, weil das Referendariat nur noch als eine öffentlich-rechtiliche Ausbildung durchgeführt werden kann und die Entgeltgruppe A13Z somit nicht mehr zur Anwendung kommt.

Können Lehramts-Referendare mehr Gehalt erhalten?

Neben diesen Bezügen kann es auch zu weiteren Zahlungen für Referendare kommen, die das Einkommen steigern.

  • Weihnachtsgeld: Zusätzliches Geld kann es für dich als Referendar in Form des Weihnachtsgeldes geben. Hier ist es aber auch immer abhängig vom Bundesland, ob und wie du diese Zusatzleistung erhältst. In Hamburg und Berlin wird es zum Beispiel als Einmalzahlung geleistet, in Thüringen wird es in die monatlichen Bezüge integriert und in Bremen gibt es kein Weihnachtsgeld.
  • Kinder: Auch wenn du verheiratet bist und/oder Kinder hast, kann das deine Bezüge erhöhen. Zum einen erhältst du natürlich sowieso mehr Geld im Monat, weil du ja ein Anrecht auf das Kindergeld hast. Zum anderen bekommst du als Referendar mit Kindern aber auch einen so genannten Familienzuschlag. Diese ist auch abhängig vom Bundesland und auch von der Anzahl der Kinder und entsprechende Informationen im Detail bieten dir die Internetpräsenzen der entsprechenden Landesbesoldungsstellen.

Wie kann ich als Referendar mein Netto-Gehalt beeinflussen?

Zugegebenermaßen sind die Bezüge kein Gehalt, mit dem Referendare reich werden können. Daher ist es wichtig, sich auch darüber Gedanken zu machen, wie das Nettogehalt eventuell erhöht werden kann.

  • Wechsel der Steuerklasse

    Ein großer Teil der Abzüge vom Einkommen fällt auf die Steuer. Wenn du verheiratet bist oder Kinder hast, kannst du durch den Wechsel der Steuerklasse für ein höheres Nettogehalt sorgen. So können Ehepaare statt der Steuerklasse 1 die Kombinationen aus den Steuerklassen 3 und 5 oder für beide die Steuerklasse 4 wählen. Alleinerziehende Referendare profitieren in der Steuerklasse 2 von höheren Freibeträgen.

  • Wechsel der Krankenversicherung

    Aufgrund des Beamtenstatus können auch Referendare die Krankenversicherung frei wählen. Da Beamte zudem von der Beihilfe profitieren, lohnt sich immer der Abschluss einer Privaten Krankenversicherung zu günstigeren Beiträgen und mit besseren Leistungen. Ganz gleich ob privat oder gesetzlich versichert lohnt sich immer ein Vergleich der Angebote, um auf diesem Weg die monatliche Belastung zu reduzieren und mehr von seinen Bezügen zur Verfügung zu haben.

  • Betriebliche Altersvorsorge nutzen

    Je nachdem kann es sich auch lohnen, nach der Möglichkeit einer betrieblichen Altersversorgung zu fragen. Die Beiträge in diese attraktive Variante für die wichtige zusätzliche Altersvorsorge reduzieren sowohl die Steuerlast als auch die Sozialabgaben, wodurch gleichzeitig das Nettoeinkommen erhöht wird.

Fazit

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Referendare kein hohes Einkommen zu erwarten haben. Es ist aber auch kein Geheimnis, dass das Referendariat an sich noch nicht zum Beruf gehört, sondern ein Teil der absolvierenden Ausbildung zum Lehrer ist. Vor diesem Hintergrund ist es sehr attraktiv, dass es diese Bezüge gibt, um sich voll und ganz auf das Referendariat konzentrieren zu können, ohne sich mit anderen Jobs über Wasser halten zu müssen.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern machen es notwendig, sich gezielt zu informieren. Gleichzeitig bieten diese Unterschiede natürlich auch Möglichkeiten, wenn du flexibel bist und auch woanders als in der Heimat dein Referendariat durchführen möchtest.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welchen Berufsstatus besitzen Referendare während des Referendariats?
Was ist die Unterhaltsbeihilfe?
Was ist der Anwärtersonderzuschlag?
Welchen Berufsstatus besitzen Referendare während des Referendariats?

Während des Referendariats profitierst du schon vom Beamtenstatus. Referendare werden als Beamte auf Widerruf geführt, was bedeutet, dass sämtliche Vorteile der Beamten in Anspruch genommen werden können. Dazu gehört der Vorteil, dass keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht. Somit kann die private Krankenversicherung gewählt werden, die aufgrund der Beihilfe sowieso die optimale Wahl ist, um günstiger und besser versichert zu sein.

Was ist die Unterhaltsbeihilfe?

Die Unterhaltsbeihilfe ist die Bezeichnung für das Geld, das ein Referendar erhält. Denn genau genommen erhält der Referendar, der ja noch kein Lehrer ist, kein Gehalt, sondern letztendlich “nur” eine Art der Sozialleistung. Diese soll dabei helfen, den Lebensunterhalt zu sichern, um sich auf das Referendariat konzentrieren zu können, ohne anderweitig Geld dazu verdienen zu müssen. Die Begründung des öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnisses bzw. frühestens der Tag des Dienstantritts bilden den Start für den Anspruch auf die Unterhaltsbeihilfe. Verdienst du zusätzlich Geld, kann dieses auf die Unterhaltsbeihilfe angerechnet werden.

Was ist der Anwärtersonderzuschlag?

Der Anwärtersonderzuschlag bildet eine zusätzliche Leistung, die unter besonderen Umständen und Voraussetzungen an den Referendar gezahlt werden kann. Dieser Zuschlag wird vom Bundesministerium des Inneren dann gewährt, wenn in hohem Maße qualifizierte Bewerber fehlen. Der Anwärtersonderzuschlag soll 70 Prozent und darf 100 Prozent des Grundbetrages nicht übersteigen. Um den Zuschlag nicht zurückzahlen zu müssen, gelten folgende Voraussetzungen:

  • Es kommt nicht zu einem Ausscheiden wegen schuldhaften Nichtbestehens oder vor dem Ende des Vorbereitungsdienstes.
  • Nach bestandener Laufbahnprüfung musst du fünf Jahre als Beamter im öffentlichen Dienst und zwar in der ausgebildeten Laufbahn verbleiben. Bei einer eventuell fälligen Rückzahlung werden allerdings einzelne Jahre angerechnet, sodass du zum Beispiel bei drei absolvierten Jahren nur zwei Fünftel des Zuschlags zurückzahlen musst.
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