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Beihilfe für Lehrer und Referendare

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Großer Vorteil durch Kostenübernahme

Beamte erhalten von ihrem Dienstherrn nicht die bei Angestellten bekannte hälftige Übernahme der Beiträge zur Krankenversicherung. Das bedeutet aber keinen Nachteil, weil sie stattdessen von der sogenannten Beihilfe profitieren. Oft wird auch die Beihilfe als eine Unterstützung bei der Bezahlung der Versicherungsbeiträge angesehen, was die nachfolgenden Erläuterungen aber widerlegen und die wirkliche Bedeutung der Beihilfe erklären. Diese Beihilfe stellt nämlich keine monatliche Leistung des Dienstherrn dar, sondern eine Übernahme eines Teils der Kosten, die im Krankheitsfall entstehen.
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Wer kommt in den Genuss der Beihilfe?

Gerade bei der Betrachtung des Berufsbildes der Lehrer und der großen Unterschiede in der Form der Beschäftigung ist die Frage nach den Beihilfeberechtigten ein sehr wichtiger Punkt zur Planung des optimalen Versicherungsschutzes. Von der Beihilfe profitieren alle Beamten. Dazu gehören sowohl Beamte auf Lebenszeit wie auch schon Beamte auf Widerruf und Beamte auf Probe. Somit kommen auch schon Referendare als Lehramtsanwärter in den Genuss dieser Beihilfezahlungen, die ein optimales Argument für die private Krankenversicherung bilden, weil nur dort ein entsprechend reduzierter und somit günstigerer Versicherungsumfang abgeschlossen werden kann. Bei angestellten Lehrern sieht die Regelung anders aus, wobei lediglich diejenigen mit alten Verträgen, die solche Beihilfezahlungen beinhalteten, von diesem Vorteil profitieren können. Bei neuen Verträgen, die übrigens für sämtliche angestellten Lehrer in den neuen Bundesländern gelten, erfolgt keine Zahlung einer Beihilfe.

Neben den beihilfeberechtigten Beamten kommen zudem unter bestimmten Voraussetzungen deren Ehepartner und Kinder in den Genuss dieser finanziellen Unterstützung im Krankheitsfall. Dafür muss der Ehepartner mit seinem eigenen Einkommen unter einer festgelegten Einkommensgrenze liegen und sämtliche zu berücksichtigenden Familienmitglieder müssen von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreit sein. Ebenso beihilfeberechtigt sind unter gewissen Bedingungen auch Ruheständler, sodass die Vorteile der Beihilfe und somit der speziellen Tarife der privaten Krankenversicherung für einen große Zahl wirksam werden können und unbedingt in Anspruch genommen werden sollten.

Wie viel Beihilfe erhalten Lehrer und Referendare?

Die Höhe der Beihilfe wird in einem Prozentsatz angegeben, der den Anteil bedeutet, den der Dienstherr von den jeweils entstehenden Krankheitskosten übernimmt. Dabei wird vom sogenannten Beihilfebemessungssatz gesprochen, dessen Höhe in der Beihilfevorschrift beziehungsweise den Beihilfeverordnungen (BVO) für die entsprechend gültige Bundes- oder Landesbeihilfe geregelt und zudem abhängig vom jeweiligen Familienstand ist. Ist man beispielsweise kinderlos, liegt der entsprechende Satz bei 50 %. Das wiederum bedeutet, dass lediglich eine private Krankenversicherung benötigt wird, die die restlichen 50 % der Kosten absichert. Hat der Beamte mindestens zwei Kinder, steigt der Bemessungssatz für die Beihilfe auf 70 %. Ebenfalls 70 % beträgt die Beihilfe für berechtigte Ehepartner oder auch für eingetragene Lebensgefährten. Für das berücksichtigungsfähige Kind sowie für ein Waisenkind erfolgt sogar eine Beihilfe n Höhe von 80 %. Haben Ruheständler noch einen Anspruch auf eine Beihilfe, können Sie von einem Satz von 70 % profitieren und für Hochschullehrer, deren Arbeitsverhältnis einen sogenannten entpflichteten Status umfasst, werden 50 % der anfallenden Krankheitskosten übernommen.

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Der Ablauf der Beihilfezahlung

Nach dem Arztbesuch oder einer Behandlung im Krankenhaus sowie beim Kauf von Medikamenten und Ähnlichem ist der Versicherungsnehmer zunächst verpflichtet, die Rechnungen selber zu begleichen. Anschließend kann er seine Vorauszahlungen anteilig sowohl von der privaten Krankenversicherung als auch von der entsprechenden Beihilfestelle zurückfordern. Für die Beantragung der Beihilfe gibt es gesonderte Formulare, die ausgefüllt, durch entsprechende Belege wie die ärztlichen Rechnungen komplettiert und an das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen, Dienstleistungszentrum – Beihilfe in Berlin geschickt werden müssen. Zur Sicherung einer vollständigen Bezahlung sind dabei unbedingt bestimmte Fristen und Antragsgrenzen zu beachten. So muss die Beihilfe innerhalb eines Jahres nach Rechnungsstellung beantragt werden. Zudem muss der beantragte Betrag bei mindestens 200 Euro liegen, sodass es manchmal Sinn macht, zunächst einmal Rechnungen zu sammeln und gemeinsam einzusenden. Sollten diese 200 Euro nicht innerhalb von zehn Monaten erreicht werden, kann ausnahmsweise auch eine Summe von mindestens 15 Euro angefordert werden.

Bezüglich der eingereichten Belege brauchst Du Dir auch keine Sorgen hinsichtlich des Datenschutzes oder anderer Bedenken zu machen, da diese nach einer bestimmten Zeit vernichtet werden. Alternativ kann die Rücksendung der Unterlagen angefordert werden, wofür das Porto aber dann selber getragen werden muss.

Fazit

Mit der Beihilfe profitieren Beamte von einer sehr attraktiven finanziellen Unterstützung durch den Dienstherrn. Auch wenn die nicht stattfindende Übernahme von Anteilen der Versicherungsbeiträge durch den Chef auf den ersten Blick wie ein regelmäßiger Nachteil aussieht, äußert sich die Beihilfe bei genauerer Betrachtung als die weitaus attraktivere Variante.

Vor allem wenn Du bei der Wahl deines Versicherungsschutzes die speziell auf diese Beihilfe ausgerichteten Tarife der privaten Krankenversicherung für Dich nutzen kannst, reduzieren sich sowohl die zu bezahlenden Krankheitskosten als auch der monatlich zu entrichtende Beitrag für die PKV, deren Leistungsumfang entsprechend der Beihilfe geringer und somit auch kostengünstiger ist.

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