Pflegezusatzversicherung2019-06-11T12:22:30+02:00

Pflegezusatzversicherung für Lehrer

Steigendes Alter mit naturgemäßem Kräfteverfall, immer häufiger auftretende Krankheiten, die in allen Altersklassen zu enormen gesundheitlichen Schwierigkeiten führen, und zusätzlich Unfälle mit schweren Folgen sorgen vermehrt dazu, dass Menschen darauf angewiesen sind, Pflege von Dritten in Anspruch zu nehmen. Ganz gleich ob man sich ambulant pflegen lässt oder einen Platz in einem entsprechenden Pflegeheim nutzt, entstehen sehr hohe Kosten, die dank der nur rudimentären Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung zu hohen Eigenleistungen führen. Damit man nicht auf die Pflege verzichten oder sein Vermögen dafür aufbrauchen muss, gibt es die Pflegezusatzversicherung, welche im Folgenden näher betrachtet wird.

Kurzer Überblick

  • Die gesetzlich vorgeschriebene Pflegepflichtversicherung ist ein Schutz, der im Pflegefall aber nur eine unzureichende Grundversorgung abdeckt, sodass für die Pflege eine große Finanzierungslücke bestehen bleibt.
  • Mit der privaten Pflegezusatzversicherung kann diese Finanzierungslücke geschlossen oder zumindest so verringert werden, dass man den Rest sorgenfrei aus den eigenen finanziellen Mitteln bestreiten kann.
  • Die Pflegezusatzversicherung gibt es in verschiedenen Varianten: Pflegetagegeld-Versicherung, Pflegekosten-Versicherung oder Pflege-Rentenversicherung
  • Im Rahmen vom Pflege-Bahr gibt es auch eine staatliche Förderung in Höhe von 5 Euro pro Monat, wenn man sich eine Pflegezusatzversicherung zulegt. Dennoch ist gut abzuwägen, ob sich eine solche Versicherung lohnt, weil die eingezahlten Beiträge weg sind, wenn kein Pflegefall eintritt.
  • Teilweise sind die Kinder dazu verpflichtet, die Kosten für ihre pflegebedürftigen Eltern zu übernehmen.

Grundwissen zur Pflegezusatzversicherung

Der Pflegebedarf wird immer größer, was zum einen daran liegt, dass die Menschen immer älter werden und allein des Alters wegen an Kräften verlieren, und zum anderen auf verschiedene gesundheitliche Probleme zurückzuführen ist, die krankheits- oder unfallbedingt auch schon in jüngeren Jahren dazu führen, dass man auf die Hilfe anderer angewiesen ist.

  • Um diese Hilfe dann finanzieren zu können, gibt es seit dem Jahr 1995 die gesetzliche Bestimmung zur Pflegepflichtversicherung. Diese ist allerdings nur in der Lage, eine Grundversorgung zu leisten, wodurch sehr hohe Eigenleistungen für die Pflege entstehen, die nicht jeder einfach so bezahlen kann, vor allem weil der Pflegefall meistens im Alter bei nicht so hoher Rente eintritt oder zu einem Jobverlust führt, wodurch dann auch kein Einkommen mehr erzielt werden kann, um diese Kosten zu tragen.
  • Das Sozialamt tritt erst dann mit einer so genannten Hilfe zur Pflege ein, wenn das gesamte Ersparte bis auf das Schonvermögen von derzeit 5.000 Euro aufgebraucht und eventuell auch bestehende Immobilien verkauft wurden.
  • Damit diese immensen Einschnitte in die finanziellen Belange eines jeden Einzelnen nicht notwendig werden, gibt es die Pflegezusatzversicherung, die mit weiteren Leistungen den Schutz der gesetzlich vorgeschriebenen Pflegepflichtversicherung erweitert und die Eigenleistungen verringert.

Welche Arten der Pflegezusatzversicherung gibt es?

Bei der Wahl einer Pflegezusatzversicherung stehen einem grundsätzlich diese drei verschiedenen Varianten zur Verfügung:

  • Pflegetagegeld-Versicherung
  • Pflegekosten-Versicherung
  • Pflege-Rentenversicherung
  • Pflege-Bahr Versicherung

Die Pflegetagegeld-Versicherung

Die häufigste Variante der Pflegezusatzversicherung ist die so genannte Pflegetagegeld-Versicherung, welche sich durch die folgenden Eigenschaften und Vorteile auszeichnet:

  • Gegen einen monatlichen Beitrag wird über diese Versicherung das so genannte Pflegetagegeld abgesichert, welches man dann für jeden Tag erhält, an dem man als pflegebedürftig gilt.
  • Die Höhe des jeweiligen Tagegeldes kann man individuell in seinem Vertrag festlegen, wobei höhere Tagegelder selbstverständlich auch zu höheren Beiträgen führen.
  • Für den Erhalt des Pflegetagegeldes muss demnach vom Arzt die Pflegebedürftigkeit offiziell bestätigt werden.
  • Die Höhe des ausgezahlten Pflegetagegeldes hängt von dem festgestellten Pflegegrad ab. Die vertraglich vereinbarte Leistung erhält man bei schwerer Pflegebedürftigkeit, während bei nicht so schlimmen Pflegegraden nur entsprechende Anteile ausgezahlt werden, was vertraglich geregelt ist.
  • Das vereinbarte Pflegetagegeld ist nicht abhängig von anfallenden Kosten, sodass auch keine Rechnungen oder andere Nachweise für getätigte Ausgaben vorgelegt werden müssen, um die Leistung zu erhalten.
  • Zudem steht das ausgezahlte Pflegetagegeld einem zur freien Verfügung und muss nicht zwangsweise für entstehende Pflegekosten aufgebracht werden. Da im Pflegefall aber Kosten entstehen, ist es natürlich sinnvoll, diese mit dem Pflegetagegeld zu decken. Es ist einem aber selbst überlassen, ob man ein Pflegeheim oder den ambulanten Pflegedienst bezahlt, sich bei Angehörigen oder Freunden für deren Unterstützung finanziell bedankt oder das Geld für die Bezahlung von einem Bringdienst für Essen oder die Haushaltshilfe verwendet.
  • Die letzten beiden flexiblen Punkte sorgen dafür, dass die Pflegetagegeld-Versicherung als sehr sinnvolle und empfehlenswerte Variante unter den Pflegezusatzversicherungen gilt.

Die Pflegekosten-Versicherung

Bei der Pflegekosten-Versicherung erfolgt eine Beteiligung der Versicherung an den entstehenden Kosten im Pflegefall, wobei verschiedene und grundsätzlich vor allem die beiden folgenden Varianten zu unterscheiden sind:

  • Im ersten Fall handelt es sich um eine Pflegekosten-Versicherung, die ihre Zahlung so gestaltet, dass sie die zugesprochene Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung einfach verdoppelt. Hier sind keine Nachweise notwendig, weil grundsätzlich dann die Leistung gezahlt wird, die einem auch durch die gesetzliche Pflegepflichtversicherung zukommt. Die Leistung für eine Pflege durch Verwandte oder Freunde zuhause hat allerdings eine enorme Kürzung der Leistungen zur Folge.
  • Die zweite Variante der Pflegekosten-Versicherung zahlt nicht pauschal dieselbe Summe wie die Pflegepflichtversicherung, sondern übernimmt bis zu einer festgelegten Höchstgrenze den verbleibenden Teil der tatsächlichen Kosten, nachdem die Pflegepflichtversicherung ihren Anteil bezahlt hat. Das bedeutet zum einen, dass nur Leistungen bezahlt werden, die dem Leistungskatalog der gesetzlichen Pflegeversicherung entsprechen, sodass das Geld aus der Pflegekosten-Versicherung nicht beliebig verwendet werden kann. Zum anderen bedeutet das, dass im Gegensatz zur ersten Variante sämtliche Pflegekosten nachgewiesen werden müssen. Die Pflege durch verwandte oder Freunde wird mit einem festgelegten Betrag bedacht.
  • In beiden Fällen muss über die Laufzeit hinweg mit steigenden Beiträgen gerechnet werden.

Pflege-Rentenversicherung

  • Eine Pflege-Rentenversicherung ist von der Art zu vergleichen mit den bekannten Rentenversicherungen. Mit einem monatlichen Beitrag sichert man sich eine vereinbarte Rente, die allerdings nur im Pflegefall ausgezahlt wird, dann aber so lange, wie dieser Pflegefall andauert.
  • Im Gegensatz zu den anderen Varianten kommt es hier nicht zu Beitragssteigerungen. Die Beiträge werden für die gesamte Laufzeit festgelegt, sind in der Regel aber von Beginn an schon höher als die Kosten für eine Pflegetagegeld- oder Pflegekosten-Versicherung.
  • Die Pflege-Rentenversicherung zahlt die monatliche Rente, sobald der Arzt die Pflegebedürftigkeit bestätigt hat.
  • Die Höhe der Leistung hängt dann allerdings von dem ermittelten Pflegegrad ab. Dabei gibt es Versicherungen, die zum Beispiel bei den ersten beiden Pflegegraden noch überhaupt keine Leistung erbringen und die komplette vereinbarte Rente erst bei Pflegegrad 5 bezahlen. Hier ist ein Vergleich der Angebote sehr wichtig, bei denen man auch auf Modelle trifft, bei denen man selbst für jeden Pflegegrad den entsprechenden Anteil an der Gesamtrente bestimmen kann.
  • Die Pflegerente kann vollkommen frei verwendet werden, ganz gleich ob man sich zuhause oder im Pflegeheim pflegen lässt.
  • Von den Kosten her ist diese Variante der Pflegezusatzversicherungen sehr teuer und nicht empfehlenswert.

Pflege-Bahr als staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung

  • Der Staat fördert mit dem Pflege-Bahr den Abschluss einer Pflegetagegeld-Versicherung. Wer mindestens 10 Euro in diese Absicherung investiert, erhält vom Staat 5 Euro dazu. Der Antrag erfolgt komfortabel über die Versicherung, sodass man sich um nichts kümmern muss.
  • Die Leistung muss beim Pflege-Bahr mindestens 600 Euro im Monat für den Pflegegrad 5 erreichen, während die vorherigen Grade mit gestaffelten Leistungen bedacht werden.
  • Bei den Pflegetagegeld-Versicherungen im Rahmen vom Pflege-Bahr darf kein Antragsteller abgelehnt werden. Auch fragwürdige Gesundheitszustände müssen also angenommen werden, sodass für die Versicherungen ein großes Risiko entsteht, welches durch höhere Beiträge abgesichert wird. Gesunde Versicherungsnehmer sollten daher andere Variante bevorzugen, auch wenn diese nicht staatlich gefördert sind.

Gesundheitsprüfung

Lediglich bei der Pflege-Bahr Versicherung findet keine Gesundheitsprüfung statt - bei den anderen Varianten schon. Auch wenn der Gesundheitszustand den Beitrag beeinflussen und zu Zuschlägen führen kann, ist es von großer Bedeutung, die entsprechenden Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten. Ansonsten läuft man Gefahr, seinen Versicherungsschutz zu verlieren oder im Pflegefall keine Leistungen zu erhalten.

Ab wann ist jemand pflegebedürftig?

Eine grundlegende Bedingung für den Bestand einer Pflegebedürftigkeit im Sinne der Pflegeversicherung – geregelt im Sozialgesetzbuch SGB XI – ist die Tatsache, dass die entsprechend zu beurteilenden Personen bestimmte Dinge nicht mehr selbstständig durchführen können. Hier steht im Mittelpunkt des Interesses, ob psychische oder körperliche Beeinträchtigungen selbst ausgeglichen oder gesundheitlich bedingte Anforderungen und Belastungen aus eigener Kraft bewältigt werden können.

Für die Feststellung einer Pflegebedürftigkeit ist der Medizinische Dienst der Pflegekasse (MDK) zuständig und die Prüfung bzw. Begutachtung erfolgt anhand von 6 Lebensbereichen, die sich auf folgende Module aufteilen:

  • Modul 1: Mobilität
  • Modul 2: Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  • Modul 3: Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  • Modul 4: Selbstversorgung
  • Modul 5: Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
  • Modul 6: Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Für jeden Lebensbereich wird die Frage gestellt, inwiefern dortige Tätigkeiten noch selbstständig durchgeführt werden können und welche Fähigkeiten noch vorhanden sind. Die notwendige Hilfe in den verschiedenen Bereichen wird in Punkten zum Ausdruck gebracht und anhand der ermittelten Punkte bestimmt der MDK dann den Pflegegrad als Empfehlung für die Pflegekasse, wenn die Beeinträchtigungen für voraussichtlich mindestens sechs Monate zu erwarten sind.

Die Einteilung auf die verschiedenen Pflegegrade sieht wie folgt aus:

  • Pflegegrad 1
    12,5 bis unter 27 Punkte
    Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten
  • Pflegegrad 2
    27 bis unter 47,5 Punkte
    Erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten
  • Pflegegrad 3
    47,5 bis unter 70 Punkte
    Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten
  • Pflegegrad 4
    70 bis unter 90 Punkte
    Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten
  • Pflegegrad 5
    90 bis 100 Punkte
    Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

Ist eine Pflegezusatzversicherung für Lehrer sinnvoll?

  • Die Absicherung der Kosten für den Pflegefall ist für jeden eine wichtige Überlegung, ganz unabhängig vom Beruf des Lehrers. Da die Pflegekosten tendenziell steigen, während die Leistungen der gesetzlichen Versicherungen vermutlich eher geringer werden könnten, ist eine private Vorsorge umso wichtiger.
  • Die Pflegezusatzversicherung ist dann eine Möglichkeit, die Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung zu ergänzen oder Kosten abzudecken, die von der gesetzlichen Grundversorgung nicht berücksichtigt werden.
  • Aufgrund der hohen Kosten für eine solche Versicherung und die Tatsache, dass die Beiträge verfallen, wenn der Pflegefall nicht eintritt, sollten zunächst alle anderen wichtigen Versicherungen abgeschlossen und die private Altersvorsorge betrieben werden, welche im Übrigen auch für die Bewältigung der Pflegekosten im Alter eine wichtige Rolle spielen kann.

Kinder müssen Eltern unterstützen

Vor der Leistung des Sozialamts können auch Kinder in die Pflicht genommen werden. Diese sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Eltern mit Unterhalt im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten zu unterstützen. Hier gibt es zwar Freibeträge, aber das Risiko, dass auch die Kinder an ihr Vermögen heranmüssen, kann man mit dem Abschluss einer Pflegezusatzversicherung eingrenzen.

Was deckt eine Pflegezusatzversicherung ab und was nicht

Die Pflegezusatzversicherung zahlt Leistungen, die in erster Linie abhängig sind von der gewählten Variante. So gibt es bei festgestellter Pflegebedürftigkeit ein Pflegetagegeld oder eine Pflegerente. Hat man eine Pflegekosten-Versicherung abgeschlossen, werden Kosten für die Pflege übernommen und das entweder in Form der Restkosten nach der Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung oder in gleicher Höhe wie die der gesetzlichen Pflegeversicherung.

  • Hier lohnt sich dann immer ein Blick auf die einzelnen Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung.
  • Die gesetzliche Pflegeversicherung tritt ein, wenn bei nachgewiesener Pflegebedürftigkeit Kosten für die stationäre Pflege im Heim oder einen ambulanten Pflegedienst entstehen. Zudem zahlt sie ein Pflegegeld, wenn die ambulante Pflege durch Angehörige übernommen wird.
  • Die Höhe der Leistung richtet sich unabhängig von der Art der Pflege nach der Schwere der Pflegebedürftigkeit und des entsprechend festgestellten Pflegegrades.
  • Bei der häuslichen Pflege zahlt die Pflegeversicherung Pflegesachleistungen als so genannte zweckgebundene Kostenerstattung für den mobilen Pflegedienst oder alternativ das Pflegegeld, wenn die Pflege von Verwandten oder Bekannten übernommen wird.

Folgende Leistungen sind in etwa beim Pflegegeld bzw. den Pflegesachleistungen zu erwarten:

Pflegegeld

  • Pflegegrad 2: 316 Euro
  • Pflegegrad 3: 545 Euro
  • Pflegegrad 4: 728 Euro
  • Pflegegrad 5: 901 Euro

Pflegesachleistungen

  • Pflegegrad 2: 689 Euro
  • Pflegegrad 3: 1.298 Euro
  • Pflegegrad 4: 1.612 Euro
  • Pflegegrad 5: 1.995 Euro

Bei einer stationären Pflege kommt es zu folgenden Zahlungen:

  • Pflegegrad 2: 770 Euro
  • Pflegegrad 3: 1.262 Euro
  • Pflegegrad 4: 1.775 Euro
  • Pflegegrad 5: 2.005 Euro

Unabhängig vom Pflegegrad kann man Leistungen in Anspruch nehmen wie beispielsweise:

  • eine individuelle Pflegeberatung,
  • finanzielle Unterstützung für das Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen,
  • Zuschüsse für das Wohnen Sie in einer Wohngemeinschaft mit Pflegebedürftigen,
  • Pflegehilfsmittel
  • und einen Entlastungsbetrag bei einer häuslichen Pflege

Zudem gibt es ab dem Pflegegrad 2 auch Unterstützungen für

  • die Kurzzeitpflege,
  • die Verhinderungspflege
  • oder die Tages- und Nachtpflege.

Was kostet eine gute Pflegezusatzversicherung?

Der Beitrag für eine Pflegezusatzversicherung hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B.:

  • Variante der Pflegezusatzversicherung
  • Vereinbarte Leistung
  • Alter
  • Gesundheitszustand

Je früher man eine solche Versicherung abschließt, desto geringer fallen die Beiträge aus, was auch für einen möglichst noch unbeschadeten Gesundheitszustand zutrifft. Bei bestimmten Vorerkrankungen oder gesundheitlichen Problemen kann es zu Ausschlüssen oder Risikozuschlägen kommen.

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Worauf sollte ich bei der Auswahl einer Pflegezusatzversicherung achten?

Die große Auswahl der Angebote und die große Bedeutung einer solchen Absicherung machen es notwendig, bei der Suche nach einer optimalen Pflegezusatzversicherung auf besondere Merkmale und Bedingungen besonders zu achten:

  • Zunächst sollte man darauf achten, dass die Absicherung so gewählt wird, dass sie im Pflegefall auch wirklich eine Hilfe darstellt und finanzielle Sorgen vermeidet. Hierbei spielt auch die Wahl der verschiedenen Varianten eine wichtige Rolle.
  • Wichtig ist es auch, dass eine Versicherung gewählt wird, deren Leistung sich weder auf spezielle Pflegegrade noch auf eine stationäre und professionelle Pflege beschränkt. Gerade im ambulanten Bereich sollte man auch für die Pflege für Angehörige eine ausreichende Leistung erhalten.
  • Als praktisch erweisen sich Versicherungen, die sich am gesetzlichen System orientieren und dann leisten, wenn die gesetzliche Pflegepflichtversicherung die Pflegebedürftigkeit akzeptiert. In dem Fall sind keine weiteren Nachweise und Untersuchungen notwendig, was den Ablauf bis zur Versicherungsleistung enorm erleichtert.
  • Bei einer verspäteten Meldung der Pflegebedürftigkeit werden die Versicherungen zu einem optimalen Partner, die dann auch rückwirkend zum Tag der Feststellung der Pflegebedürftigkeit zahlen.
  • Auch das Thema Wartezeit bzw. der Verzicht darauf ist von großer Bedeutung, um auch dann eine Versicherungsleistung zu erhalten, wenn schon in den ersten Monaten des Versicherungsschutzes der Pflegefall eintreten sollte.
  • Die Erhöhungsoptionen sind auch wichtige Entscheidungsfaktoren. Sie ermöglichen es einem, die Leistungen zu erhöhen und beispielsweise an die Inflation oder geänderte Lebensverhältnisse anzupassen und das ohne erneute Gesundheitsprüfungen. Auch eine Dynamik der Leistung erweist sich als hilfreich, damit im Pflegefall die einem zustehenden Leistungen regelmäßig erhöht werden. Wichtig ist hierbei der Blick auf ein möglicherweise vereinbartes Höchstalter oder auch die Frage, ob mit der Dynamik auch die Beiträge steigen.
  • Attraktive Tarife beinhalten auch die Regelung, dass mit eintretender Pflegebedürftigkeit und Leistung durch die Versicherung die Beitragszahlung ausgesetzt wird.
  • Bezüglich der Beiträge ist es zudem hilfreich, wenn bei Zahlungsschwierigkeiten eine Pause eingelegt werden kann, ohne dass man den Versicherungsschutz verliert.

Beitragserhöhungen

Vor allem bei der Pflegetagegeld- und der Pflegekosten-Versicherung kommt es in der Regel während der Laufzeit zu Beitragserhöhungen, die man bedenken sollte, wenn man überlegt, ob man sich die Kosten auf Dauer leisten kann oder möchte.

Gibt es Sonderbedingungen bei der Pflegezusatzversicherung speziell für Lehrer?

Spezielle Sonderbedingungen für Lehrer gibt es nicht. Unter Umständen trifft man aber auch Versicherer, die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes oder Beamte mit besonderen Konditionen versorgen, wofür sich jederzeit ein Vergleich der verschiedenen Anbieter und Tarife lohnt.

Beispiele, wann die Pflegezusatzversicherung übernimmt

  • Die Pflegetagegeld-Versicherung zahlt das entsprechend vereinbarte Tagesgeld für jeden Tag, an dem die festgestellte Pflegebedürftigkeit Bestand hat.
  • Die Pflegerentenversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn die Pflegebedürftigkeit offiziell festgestellt wird.
  • Im Rahmen der Pflegekosten-Versicherung beteiligt sich die Versicherung an den Kosten, indem sie entweder einen Restbetrag übernimmt oder je nach Vertrag die Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung verdoppelt.

Fazit zur Pflegezusatzversicherung

Zusammenfasend lässt sich sagen, dass die Pflegebedürftigkeit jeden und jederzeit treffen kann und dann die gesetzlichen Leistungen nicht ausreichen, um die notwendig werdende Pflege durch Dritte finanzieren zu können. Demnach erweist sich der Schutz einer Pflegezusatzversicherung als sinnvolle Absicherung, während man aber immer bedenken sollte, dass die Beiträge recht hoch und die Leistungen oft auch begrenzt sind. Vor einem entsprechenden Abschluss sollte man immer überlegen, ob es einen die Beiträge wert sind oder ob man das Geld nicht besser in andere Vorsorgevarianten investiert, die notfalls auch im Pflegefall eingesetzt werden können.

Checkliste

Die folgende Checkliste mit wichtigen Fragen kannst du gut nutzen, wenn du überlegst, eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen:

  • Wie hoch ist die zu erwartende gesetzliche Absicherung für den Pflegefall?
  • Welche anderen Vorsorgen helfen über finanzielle Engpässe hinweg?
  • Wie hoch sind die entstehenden Eigenleistungen im Pflegefall?
  • Welche Pflegezusatzversicherung kann den entstehenden Bedarf am besten abdecken?
  • Kann man sich die anfallenden und auch nach und nach steigenden Beiträge über die Laufzeit hinweg leisten?
  • Zahlt die Pflegezusatzversicherung nur professionelle Pflege oder auch die durch Angehörige und das ausreichend?
  • Inwiefern werden die Leistungen auf Pflegegrade oder allgemein in der Höhe begrenzt?

Häufig gestellte Fragen zur Pflegezusatzversicherung

Ab wann macht eine Pflegezusatzversicherung Sinn?2019-06-11T12:04:59+02:00

Auch wenn statistisch gesehen der Pflegefall meistens erst mit gestiegenem Alter eintritt, gibt es auch immer mehr Fälle in jungen Jahren, sodass man nicht zu lange mit einer Absicherung warten sollte. Zudem sorgen ein geringes Alter und keine Vorerkrankungen in frühen Jahren für günstigere Beiträge.

Wie hoch sollte das Pflegegeld sein?2019-06-11T12:04:22+02:00

Für die Höhe des optimalen Pflegegeldes sollte man überprüfen, welche Leistungen einem von gesetzlicher Seite zustehen und welche anderen schon getroffenen Vorsorgen für eine finanzielle Unterstützung sorgen können. Letztendlich sollte man dann versuchen, den verbleibenden Eigenanteil durch das Pflegegeld abdecken zu können, um sein Vermögen nicht antasten zu müssen.

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