Versicherungsbedarf: Vom Referendar bis zum Lehrer 2017-12-04T15:27:23+00:00

Versicherungsbedarf: Vom Referendar bis zum Lehrer

Die Betrachtung des Versicherungsbedarfs eines Lehrers beginnt weit vor dem eigentlich richtigen Start ins Berufsleben, denn schon mit dem Abschluss des Studiums beginnt der Weg eines Lehrers in verschiedenen Etappen, die aber allesamt schon durch spezielle Risiken und somit die Notwendigkeit bestimmter Versicherungen geprägt sind. Den Beginn macht nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums der sogenannte Vorbereitungsdienst, während dessen Du als Anwärter oder Referendar die Bezeichnung Beamter auf Widerruf trägst. Nach dieser erfolgreich abgeschlossenen Etappe kommt eine bis zu 5 Jahre dauernde Probezeit, in der Dein Titel in Beamter auf Probe geändert wird. Überstehst Du auch diese Zeit mit Bravour steht Dir die Tür auf für das Erreichen der wohl attraktivsten Anstellungsform für einen Lehrer, dem Beamtentum auf Lebenszeit.

Aufgrund immer rarer werdender Beamtenstellen und auch aufgrund von Einsparmaßnahmen der Dienstherren werden alternativ immer mehr Lehrer im Angestelltenverhältnis eingestellt. Ganz gleich um welche Bezeichnung es sich handelt, haben alle Epochen etwas gemeinsam – einen ganz speziellen Bedarf an Versicherungen, um sich frühzeitig ein finanziell abgesichertes und sorgenfreies Berufsleben zu gönnen.

Beamter auf Widerruf

Nachdem die Hochschule erfolgreich absolviert wurde, ist der Vorbereitungsdienst eine wichtige Hürde auf dem Weg in ein festes Anstellungsverhältnis. Als Beamter auf Widerruf stehst Du zwar noch ganz am Anfang deiner Karriere, bist aber schon mit vielen Rechten und Pflichten ausgestattet und unterliegst zweifelsohne einer Menge an Risiken, die durch entsprechende Versicherungen abgesichert werden müssen. So steht Dir ab diesem Zeitpunkt schon die Beihilfe des Dienstherrn für die Krankheitskosten zur Verfügung. Um diese optimal für Dich nutzen zu können, bedarf es der speziell ausgerichteten Absicherung über die PKV.

Je nach Versicherungsstatus ist das sofort möglich, wo dann spezielle Tarife für Referendare bereit stehen, die günstiger sind, weil sie keine Altersrückstellungen bilden. Da in dieser Phase die Zukunftsaussichten noch nicht ganz klar sind, ist das eine optimale Lösung, um zumindest in dieser Zeit schon möglichst viele Vorteile zu nutzen. Für den Fall, dass Du noch in der gesetzlichen Krankenversicherung pflicht- oder familienversichert bist, kann die sogenannte Anwartschaftsversicherung eine große Rolle spielen. Mit dieser quasi Eintrittskarte sicherst Du Dir zu einem geringen Beitrag den späteren Einstieg in die PKV. Der große Vorteil liegt darin, dass für den zukünftigen Abschluss der privaten Krankenversicherung der heutige Gesundheitszustand als Berechnungsgrundlage genommen wird. Das verhindert, dass zwischenzeitliche Erkrankungen oder Unfälle zu Ausschlüssen oder Beitragszuschlägen führen.

Neben dem bedeutenden Feld der Krankenversicherung spielt auch die Dienstunfähigkeitsversicherung als besondere beziehungsweise erweiterte Form der Berufsunfähigkeitsversicherung schon für Beamte auf Widerruf eine wichtige Rolle. Denn auch in dieser Phase kann der Dienstherr schon aus gesundheitlichen Gründen die Entscheidung auf Dienstunfähigkeit fällen und somit die Berufsplanung schneller als gedacht über den Haufen werfen. Um dann nicht ohne Einkommen da zu stehen, ist der Abschluss der Dienstunfähigkeitsrente als Ersatzeinkommen von großer Bedeutung für das Bestreiten des weiteren Lebens. Auch hier gibt es spezielle Tarife für diese Phase, die bestimmt sind durch geringe Beiträge und einen dennoch guten Einstieg in eine äußerst wichtige Absicherung für die Zukunft.

Auch die besonderen Haftpflichtrisiken von Lehrern, die für Fehler während der Dienstzeit persönlich gerade stehen müssen, lasten schon auf den Schultern der Referendare. Aus diesem Grund sollte auch schon in dieser Startphase ins Berufsleben Wert auf eine umfassende Haftpflichtversicherung gelegt werden, die sowohl eine Diensthaftpflicht als auch den Verlust von Schulschlüsseln beinhaltet.

Beamter auf Probe

Für den Beamten auf Probe ändert sich an der versicherungstechnischen Situation nicht viel im Gegensatz zum Beamten auf Widerruf bis auf die Tatsache, dass die Aussichten auf die Zukunft eventuell schon klarer sind und aufgrund der fortgeschrittenen Zeit eine eventuell vorher noch bestehende Familien- oder Pflichtversicherung in der GKV keinen Bestand mehr hat und der Weg in die PKV offen steht. Ansonsten gilt auch hier der Vorteil der Anwartschaftsversicherung, um sich optimale Bedingungen für die Zukunft zu sichern. Ebenso benötigst Du als Beamter auf Probe die schon angesprochene Dienstunfähigkeitsabsicherung zur Wahrung eines Ersatzeinkommens sowie die Diensthaftpflichtversicherung inklusive Schlüsselverlustrisiko, um sich während der Arbeit nicht ständig Sorgen machen zu müssen, dass ein kleiner Fehler zu großen finanziellen Belastungen führen könnte.

Beamter auf Lebenszeit

Den Status Beamter auf Lebenszeit zu bekommen gilt als eines der größten Privilegien, die einem Lehrer widerfahren kann. Dieses attraktive und mit vielen Vorteilen bestückte Dienstverhältnis darf aber nicht vergessen lassen, dass es dennoch viele Risiken gibt, die über entsprechende Versicherungen abgesichert werden müssen. Als Beamter ist man nun uneingeschränkt von der Versicherungspflicht in der GKV befreit und kann frei zwischen GKV und PKV wählen, wobei aufgrund der Beihilfe und den wesentlichen besseren Leistungen die Entscheidung ohne Frage zugunsten der privaten Krankenversicherung gefällt werden sollte. Hier stehen optimale auf die Höhe der jeweiligen Beihilfe ausgerichtete Tarife zur Verfügung. Auch oder gerade der Beamte auf Lebenszeit muss sich mit einer Dienstunfähigkeitsversicherung davor schützen, aus gesundheitlichen Gründen nicht nur seine Anstellung, sondern auch sein monatliches Einkommen einzubüßen. Ebenso reffen die verschärften Haftungsregeln während der Dienstzeit auf ihn zu und erfordern die Absicherung über eine Diensthaftpflichtversicherung inklusive dem abgesicherten Risiko des Verlustes von dienstlichen Schlüsseln.

Angestellte Lehrer

Die heute häufigste Form der Beschäftigung als Lehrer findet in Form eines Angestelltenverhältnisses und nicht mehr als Beamter statt. Das verändert die Versicherungssituation insofern, dass zum einen keine Ansprüche auf die Beihilfe des Dienstherrn bestehen und zum anderen bis zum Erreichen der Versicherungspflichtgrenze die Pflicht zur gesetzlichen Krankenversicherung gegeben ist. Somit hat der angestellte Lehrer zu Beginn seiner Karriere keine Möglichkeit, sich komplett privat zu versichern, kann seinen gesetzlichen Versicherungsumfang aber durch private Zusatzversicherungen optimal erweitern. Die Haftungsrisiken sowie die Gefahr einer Berufsunfähigkeit machen keinen Unterschied zwischen angestelltem und verbeamteten Lehrer, sodass auch hier die Dienstunfähigkeits- und die Diensthaftpflichtversicherung eine wichtige Rolle spielen.

Zusammenfassung

So unterschiedlich die beruflich zu meisternden Stufen im Lehrerberuf auch sind, so ähnlich oder sogar identisch ist der jeweilige Versicherungsbedarf. Dabei ist es nicht nur wichtig, sich einen möglichen Versicherungsschutz zuzulegen, sondern auch schon die Möglichkeiten nutzen, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um erst zukünftig relevante Absicherungen zu besten Konditionen zu erhalten. Auf dieser und auch auf den weiteren Seiten erhältst Du die optimalen Informationen, die für eine perfekte Absicherung für das gesamte Berufsleben als Lehrer von Bedeutung sind.