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Altersvorsorge für Referendare

Wenn Du Dich gerade im oder kurz vor dem Referendariat befindest, stellst Du Dir mit Sicherheit die Frage, ob Du bereits jetzt etwas für die Altersvorsorge tun solltest. Schließlich ist inzwischen allseits bekannt, dass die staatlichen Unterstützungen später im Renten- bzw. Pensionsalter nicht ausreichen werden, um Deinen jetzigen Lebensstandard halten zu können. Wir erklären Dir in diesem Artikel, wie wichtig die Altersvorsorge bereits im Referendariat ist, worauf Du unbedingt achten solltest und geben Dir außerdem ein paar wichtige Tipps mit auf den Weg.

Wie wichtig ist die private Altersvorsorge für Referendare?

Muss ich als Referendar und später als Lehrer überhaupt an die Altersvorsorge denken? Das lässt sich schnell beantworten: Ja, auf jeden Fall – und zwar sowohl als angestellter als aber auch als verbeamteter Lehrer.

Holen wir kurz noch einmal etwas weiter aus: Was bedeutet überhaupt „private Altersvorsorge“? Früher ist man davon ausgegangen, dass die staatliche Rente bzw. Pension ausreicht, um den jetzigen Lebensstandard auch im Alter weiterhin aufrecht erhalten zu können. Allerdings ist dies schon längst nicht mehr der Fall! Inzwischen empfiehlt der Staat sogar, dass so gut wie jeder selbst etwas für seine Altersvorsorge tun sollte. Als Anreize wirbt der Staat dafür sogar mit Förderungen, Zuschüssen und Steuernachlässen. Es ist dem Staat also wirklich wichtig, dass hier jeder privat etwas für seine Altersvorsorge tut. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten/Formen.

Aber solltest Du Dich nun bereits während Deines Referendariats schon mit Deiner privaten Altersvorsorge befassen? Ja! Warum? Dafür haben wir Dir hier ein paar Gründe aufgeführt:

  • Es besteht eine sogenannte Versorgungslücke im Alter (ganz gleich ob angestellt oder verbeamtet)
  • Ein früher Start beim Sparen sorgt für niedrige monatliche Beiträge
  • Du kannst staatliche Zuschüsse bereits im Referendariat nutzen
  • Der Zinseszins sorgt für eine stetige Entwicklung der Altersvorsorge

Die Versorgungslücke von Lehrern im Alter

Die Differenz, wie viel Geld du später im Alter zum Leben benötigst und wie viel Geld Du tatsächlich vom Staat erhältst, wird als sogenannte Versorgungslücke bezeichnet. Zwar sind Lehrer noch deutlich besser als viele andere Berufsgruppen gestellt, jedoch besteht auch hier das Problem. Diese Versorgungslücke gilt es mit Hilfe der verschiedenen Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge zu schließen. Du solltest monatlich so viel Geld über viele Jahre hinweg ansparen, dass du später im Rentenalter genügend Geld zum Leben besitzt.

Die Versorgungslücke ist bei jedem Lehrer unterschiedlich. Komme daher gerne einmal auf uns zu, sodass wir gemeinsam schauen, wie hoch diese speziell bei Dir ist. So kannst Du Dir (und/oder gemeinsam mit uns) einen Plan erstellen, wie viel Geld Du monatlich sparen müsstest, um später im Renten/Pensions-Alter ausreichend viel Geld zum Leben zu haben.

Wann sollte ich als Referendar mit der Altersvorsorge beginnen?

Wann Du mit der privaten Vorsorge für das Alter beginnst, hängt hauptsächlich von Deiner wirtschaftlichen Situation ab. Wichtig ist, dass Du so früh wie möglich startest, um mit niedrigen Zahlungen einsteigen zu können. Je länger Du nämlich wartest, umso höher sind die monatlichen Beiträge, die Du dann für eine gute Altersvorsorge aufbringen musst. Stellst Du früh genug die richtigen Weichen, bist Du im Alter optimal abgesichert, ohne monatlich all zu hohe Beiträge zahlen zu müssen.

Du solltest im Referendariat jedoch erst einmal mit geringen Sparbeiträgen klein anfangen. Wenn Du dann später Lehrer bist, kannst Du zum einen Deine Sparraten erhöhen und zum anderen noch weitere Bausteine in Deiner privaten Altersvorsorge ergänzen. So kannst Du langfristig planen und bist stets flexibel. Übrigens gibt es für Referendare und Lehrer keine klassische betriebliche Altersvorsorge, welches die private Altersvorsorge umso wichtiger macht!

Wie viel Geld sollte ich als Referendar in die Altersvorsorge investieren?

Pauschal lässt sich das leider nicht beantworten. Es hängt davon ab, wie viel Gel Du investieren kannst. Bei manchen Referendaren ist das Geld monatlich so knapp, dass sie so gerade über die Runden kommen oder sogar einen zusätzlichen Kredit aufnehmen müssen. Hier macht es dann natürlich keinen Sinn, auch noch Geld in die Altersvorsorge zu stecken.

Solltest Du jedoch ein wenig Geld im Monat „übrig“ haben, so hängt der Sparbetrag von der gewählten Form der Altersvorsorge und den damit verbundenen Zuschüssen und Steuervorteilen ab. Angenommen, Du würdest Dich als Referendar sinnvoller Weise für eine Riester-Rente entscheiden, so wären 35 Euro ein empfehlenswerter monatlicher Beitrag, da Du damit die vollen staatlichen Zuschüsse erhalten würdest.

Welche Form der Altersvorsorge ist für Referendare geeignet?

Während des Referendariats ist die Riester-Rente der Baustein, der sich für den Einstieg am besten empfiehlt. Sie ermöglicht einen unkomplizierten und günstigen Einstieg, garantiert dir aber gleichzeitig staatliche Zuschüsse. Hast Du nach dem Referendariat bessere finanzielle Voraussetzungen, kannst Du Deine Altersvorsorge ausbauen und weitere Bausteine hinzunehmen.

Nach dem Referendariat besteht dann die Möglichkeit, dass Du zusätzlich in eine private Rentenversicherung oder in eine Rürup-Rente investierst. Auch Fonds und Sparpläne bei Banken und Sparkassen können eine gute Option sein. Achte bei der Auswahl vor allen Dingen auf Sicherheit, garantierte Leistungen und verschiedene Optionen bei der Auszahlung. Es sollte möglich sein, die private Altersvorsorge als Einmalzahlung oder als lebenslange Rente auszahlen zu lassen.

Riester-Rente für Referendare

Die Riester-Rente bietet einen guten Einstieg in die Altersvorsorge. Während des Referendariats hast Du nicht viel Geld zur Verfügung. Klar, Du musst schauen, dass Du alle Belange bedient bekommst und kannst nicht nur in die Altersvorsorge investieren.

Hast Du ein wenig Geld übrig, so ist die Riester-Rente im Referendariat die beste Wahl, weil sie wie kein anderes Modell von der staatlichen Förderung profitiert. Sie wird seit 2002 angeboten und ist eine freiwillige und private Altersvorsorge. Als ReferendarIn bist du automatisch Beamter auf Widerruf. Förderfähig sind bei der Riester-Rente alle Angestellten und Beamten.

Abschließen kannst Du die Riester-Rente bereits mit Beginn des Referendariats. Dabei kannst Du von folgenden Vorteilen profitieren:

  • Du erhältst eine Starter-Zulage in Höhe von 200 Euro, wenn Du unter 25 Jahre alt bist.
  • Zusätzlich bekommst Du 175 Euro pro Jahr.

Ferner hast Du den Vorteil, dass sich die Riester-Rente nach dem Referendariat steuerlich absetzten lässt. Nachteilig ist hingegen, dass Du die vollen staatlichen Zulagen nur dann erhältst, wenn Du mindestens 35 Euro pro Monat in die Riester-Rente einzahlst. Außerdem kannst Du nicht den kompletten Betrag in Fonds geben.

Ein paar Tipps, worauf du beim Abschluss Deiner Riester-Rente achten solltest:

  • Achte auf Flexibitlit beim Abschluss Deiner Riester-Rente
  • Wähle eine sinnvolle Laufzeit aus
  • Der Beitrag sollte möglichst über 35 Euro pro Monat liegen, damit du alle Zuschüsse erhältst

Komme gerne direkt auf uns zu, damit wir Dir die Vor- und Nachteile der Riester-Rente noch einmal im Detail aufzeigen können. Gemeinsam können wir außerdem Deine persönliche Versorgungslücke einmal berechnen und schauen, wie viel Geld Du monatlich in die private Altersvorsorge stecken solltest, damit diese Lücke später im Alter geschlossen ist.

Riester-Rente im Überblick

Die Riester-Rente gilt als Einstieg in die private Altersvorsorge. Starte damit schon während des Referendariats, um Dich für Dein Alter abzusichern.
  • Relevanz: Sinnvoll bereits im Referendariat
  • Förderung: Staatlich
  • Sparbeiträge: Sinnvoll ab 35 € mtl.
  • Flexibilität: Vorhanden

Private Rentenversicherung für Referendare

Der Begriff „Private Rentenversicherung“ steht für unterschiedliche Angebote, die Du im Rahmen einer privaten Vorsorge für Referendare in Anspruch nehmen kannst. Es ist ein Angebot, dass Du eventuell während des Referendariats noch nicht nutzen willst oder kannst, weil die Beiträge etwas höher und umfangreicher sind. Aber Du kannst trotz allem schon einmal darüber nachdenken, ob dieses System für Dich sinnvoll ist.

Als Sparer entrichtest Du bei der privaten Rentenversicherung regelmäßige Beiträge. Du kannst überlegen, ob Du das monatlich, vierteljährlich oder jährlich machst. Dabei kannst Du alle Beiträge in Fonds einfließen lassen es gibt flexible Garantiemodelle, die unterschiedliche Renditen ermöglichen. Nachteilig ist, dass Du keine Förderung bekommst, wie beispielsweise der Riester-Rente. Außerdem solltest Du monatlich mindestens 50 Euro sparen, damit sich die private Rentenversicherung optimal entwickeln kann.

Private Rentenversicherung im Überblick

Ab 50 Euro pro Monat kannst Du eine sinnvolle private Rentenversicherung als zusätzlichen Baustein auf den Weg bringen. Meist ist dies erst als Lehrer empfehlenswert.
  • Relevanz: Sinnvoll als Lehrer
  • Förderung: Keine
  • Sparbeiträge: Sinnvoll ab 50 € mtl.
  • Flexibilität: Vorhanden

Rürup-Rente für Referendare

Die Rürup-Rente wird auch als Basisrente bezeichnet und ist eine Form der privaten Altersvorsorge, die staatliche gefördert wird. Seit 2005 wird sie in Deutschland angeboten und ähnelt ein wenig der gesetzlichen Rente. Denn Du bekommst einen Rentenversicherungsvertrag, der kapitalgedeckt ist und nicht durch Umlagen finanziert wird.

Vorteilhaft ist, dass Du die Rürup-Rente komplett auf Fonds aufbauen kannst und zudem steuerliche Vergünstigungen bekommst. Nachteilig ist jedoch, dass Du den Steuervorteil erst bei einem höheren Einkommen nutzen kannst. Die Altersvorsorge über die Rürup-Rente lohnt daher erst dann, wenn Du das Referendariat abgeschlossen hast und als Lehrer gut verdienst. Ab 100 Euro Beitrag pro Monat lohnt diese Form der zusätzlichen Altersvorsorge.

Rürup-Rente im Überblick

Staatliche Förderungen und die Möglichkeit, Sparbeiträge vollständig in Fonds anlegen zu können, machen die Rürup-Rente besonders attraktiv.
  • Relevanz: Sinnvoll für Lehrer
  • Förderungen: Staatlich.
  • Sparbeiträge: Sinnvoll ab 100 € mtl.
  • Flexibilität: Vorhanden

Weitere Möglichkeiten der Altersvorsorge

Neben den klassischen Modellen der Altersvorsorge, kannst Du natürlich auch noch weitere Alternativen nutzen. Beispielsweise kannst Du dein Geld in Immobilien anlegen. Auch diese gelten als Altersvorsorge, wenn Du mit viel Sorgfalt passende Objekte auswählst. Du hast außerdem die Möglichkeit, Dich an Immobilienfonds zu beteiligen oder eigenständig Immobilien zu kaufen, die Du entweder selbst bewohnst oder vermietest. Möglich sind Wohnimmobilien ebenso wie gewerbliche Immobilien.

Da Du im Referendariat jedoch vermutlich nur wenig Kapital zur Verfügung hast, solltest Du diese Option eher längerfristig betrachten und bei Bedarf als zusätzlichen Baustein in Deine Altersvorsorge einbauen. Wichtig ist zunächst einmal, dass Du eine klassische Form der Altersvorsorge wählst, um Deine Versorgungslücke im Alter zu schließen.

Fazit

Eine private Altersvorsorge ist wichtig und sollte für Dich bereits während des Referendariats ein Thema sein. Denn im besten Fall ist sie aufeinander aufbauend und besteht aus mehreren Bausteinen. Bedenke dabei, dass die Altersvorsorge eher ein Marathon als ein Sprint ist. Je früher Du beginnst, umso niedriger sind die monatlichen Beiträge und desto größer das angesparte Kapital im Alter.

Wichtig ist bei der Altersvorsorge vor allem, dass Du flexibel bleibst. Nutze die staatlichen Förderungen sowie die steuerlichen Vorteile und überlege, ob sogenannte Garantiemodelle für Dich sinnvoll sind. Außerdem solltest du bei Deinem Altersvorsorge-Produkt nach Möglichkeit auf Aktienfonds setzen, da diese die Altersvorsorge erst so richtig attraktiv machen (bei niedrigem Risiko).

Checkliste

  • Schließe mit der privaten Altersvorsorge Deine Versorgungslücke im Alter
  • Fange bereits im Referendariat mit geringen Sparbeiträgen an
  • Für Referendare ist die Riester-Rente eine gute Form der Altersvorsorge
  • Nutze die staatlichen Förderungen und Zuschüsse
  • Nutze die Steuervorteile der verschiedenen Altersvorsorge-Formen
  • Teile Deine Sparbeiträge (später) auf verschiedene Bausteine auf
  • Setze bei Verträgen für die Altersvorsorge auch auf Aktienfonds
  • Nutze in diesem Zusammenhang moderne Garantiemodelle
  • Entscheide, ob Du eine Einmalzahlung oder eine lebenslange Rente haben möchtest
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