Riesterrente für Lehrer 2017-12-04T17:05:09+00:00

Riesterrente für Lehrer

Der Blick auf die mögliche Höhe der monatlichen Zuwendungen im Alter, ganz gleich ob es sich um die gesetzliche Rente oder das Ruhegeld handelt, zeigt immer deutlicher, dass eine private Altersvorsorge wichtiger ist als je zuvor. Da das auch der Vater Staat gemerkt hat und zudem verhindern möchte, dass im Ruhestand zu viele auf zusätzliche staatliche Unterstützungen angewiesen sind, hat er mit der Riesterrente eine staatlich geförderte Variante für die Altersvorsorge entwickelt. Diese soll jeden und somit auch Dich dazu animieren und dabei unterstützen, mit einer eigenen Vorsorge die finanziellen Probleme im Alter zu reduzieren oder ganz abzuwenden.

Der Name dieser Variante für die staatlich geförderte Altersvorsorge geht auf den damaligen Bundesminister für Arbeit und Soziales Walter Riester zurück. Er war maßgeblich beteiligt, als während der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung diese Rentenform entwickelt wurde.

Staatliche Zulage für Lehrer als ein Teil der attraktiven Förderung

Die bekannteste der zwei Förderwege der Riesterrente ist die jährliche Zulage, weshalb sie auch zu dem häufig verwendeten Namen der Zulagenrente gekommen ist. Bei der Zulage handelt es sich um eine vom Staat gezahlte finanzielle Zuwendung, die jedes Jahr direkt dem laufenden Riestervertrag als weiterer Beitrag zugeführt wird. Dabei teilt sich diese Zulage in zwei Bestandteile auf. So erhält jeder, der eine Riesterrente abgeschlossen hat, die sogenannte Grundzulage. Diese Grundzulage kann eine maximale Höhe von 154 Euro im Jahr erreichen.

Gibt es zudem Kinder, für die Du kindergeldberechtigt bist, entsteht weiterhin ein Anspruch auf die Kinderzulage. Diese Kinderzulage beträgt höchstens 185 Euro pro Jahr. Für Kinder, die erst ab dem Jahr 2008 zur Welt kamen, erhältst Du sogar eine Kinderzulage von 300 Euro pro Jahr als zusätzlichen Beitrag für Deine persönliche Altersvorsorge.

Die Höhe der jährlichen Zulage richtet sich nach den im entsprechenden Jahr getätigten Beitragszahlungen in den Riestervertrag. Um die maximale Zulage – ganz gleich ob bei der Grund- oder der Kinderzulage – zu erhalten, musst Du einen eigenen Beitrag einzahlen, der 4 Prozent Deines zu versteuernden Einkommens des Vorjahres entspricht. Fällt der selbst entrichtete Beitrag geringer aus, wird auch die Zulage im gleichen prozentualen Verhältnis gekürzt. Die jährliche Zulage muss über das Versicherungsunternehmen, bei dem die Riesterrente abgeschlossen wird, beantragt werden. Diese Zulagenanträge werden dann entsprechend weitergeleitet, damit die einem zustehenden Zulagen in den Vertrag eingezahlt werden und somit das Vertragsguthaben nach und nach gesteigert wird.

Steuerliche Behandlung als zweites Highlight der Riesterrente

Neben der Zulage bildet eine hohe steuerliche Einsparmöglichkeit für ein weiteres Highlight und den zweiten Teil der doppelten Förderung durch die Riesterrente. Diese Steuerersparnis entsteht dadurch, dass die Beiträge zur Riesterrente zu 100 Prozent steuerlich geltend gemacht werden können. So kannst Du sämtliche Aufwendungen für diese Variante der privaten Altersvorsorge bis zu einer Höhe von 2.100 Euro beziehungsweise 175 Euro im Monat in der Steuererklärung angeben. Dadurch kann das zu versteuernde Einkommen reduziert und somit auch die Höhe der Steuerlast verringert werden. Dabei ist allerdings immer auch im Hinterkopf zu behalten, dass die spätere Rente zu 100 Prozent versteuert wird. Das stellt aber kein großes Problem dar, weil im Alter der persönliche Steuersatz sehr viel niediriger ausfallen wird und die Vorteile der Beitragsphase eindeutig überwiegen.

Die optimale Höhe des Beitrags für Lehrer

Die Frage nach dem besten und optimalen Beitrag für Deine Riesterrente lässt sich so nicht beantworten. Dafür sind es zu viele Kriterien, die diesen individuellen Wert beeinflussen. So kommt es beispielsweise darauf an, ob Du lediglich die maximale Zulage erhalten willst. Dann wäre der Beitrag der Beste, mit dem Du die 4 Prozent des Vorjahreseinkommens abdeckst und somit Anspruch auf die komplette staatliche Förderung erhältst.

Willst Du die höchstmögliche steuerliche Vergünstigung für Dich in Anspruch nehmen, würden die gesamten 2.100 Euro im Jahr eine optimale Variante sein, wobei Du immer darauf achten solltest, inwiefern Du in der Lage bist, den gesamten Betrag in die Riesterrente einzuzahlen. Anhand des Vergleichsrechners auf dieser Seite kannst Du für Dich ermitteln, wie hoch Deine Zulage und auch die zu erwartende Rente bei individuell einzugebenden Beitragswünschen ist, um auch auf die Art und Weise einen Anhaltspunkt und auch eine Entscheidungshilfe bei der Wahl des besten Beitrags zu erhalten.

Eventuell kann es aufgrund anderer Vorteile auch sinnvoll sein, den Beitrag nicht ganz auszuschöpfen und Restbeträge in andere Anlage- und Vorsorgevarianten zu investieren. Informationen zu diesen alternativen Möglichkeiten der Altersvorsorge oder Geldanlage stehen Dir auch auf diesen Seiten zur Verfügung.

Kostenloser Riesterrente-Check

Wie hoch die monatlichen Beiträge zur Riesterrente speziell für Dich sind? Wir sagen es Dir! Gib uns dafür einfach einen groben Überblick zu Deiner Person und wir lassen Dir eine Übersicht per E-Mail zukommen. Und das unverbindlich und kostenlos!

VertrauensgarantieDeine Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weiter gegeben.

Besondere Voraussetzungen für die Riesterrente für Lehrer

Um in den Genuss der staatlichen Zulage oder besonders auch der steuerlichen Erleichterung zu kommen, musst Du nicht nur als Lehrer förderberechtigt sein und entsprechende Sparbeiträge leisten. Es ist auch vorgeschrieben, dass es sich bei den abgeschlossenen Verträgen um besonders zertifizierte Produkte handelt, die alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Bei den zertifizierten Produkten kannst Du dabei mittlerweile aus vielen verschiedenen Produktformen und Anlagevarianten wählen, zu denen insbesondere folgende Möglichkeiten zählen:

  • Banksparplan
  • klassische Private Rentenversicherung
  • Fondsgebundene Rentenversicherungen
  • Fondssparplan
  • Bausparvertrag
  • Erwerb selbst genutzter Immobilien

Die letzte Variante – der Erwerb des eigenen Zuhauses – ist eine der neuesten Variante der Riesterrente. Im Rahmen vom sogenannten Wohnriester wird dabei die eigene Immobilie als Altersvorsorge anerkannt und mit staatlichen Zulagen bedacht. Hier gibt es die Möglichkeiten, über eine Riesterrente Geld für den Hauserwerb oder -bau anzusparen oder auch direkt mit einem sogenannten Riesterdarlehen die Finanzierung der eigenen vier Wände zu starten.

Zudem gelten bestimmte Regeln, die aus der Riesterrente wahrhaftig ein Produkt machen, das wirklich der zusätzlichen Altersvorsorge dient. So ist die Riesterrente vor einer Insolvenz geschützt, sodass auch bei Zahlungsunfähigkeiten die Mühen für eine zusätzliche Rente niemals umsonst waren. Zudem ist es erst mit Vollendung des 62. Lebensjahres möglich, sich die Leistungen aus der Riesterrente auszahlen zu lassen, was ebenfalls verstärkt, dass die Rente das Ziel ist und nicht irgendwelche Wünsche, die Du Dir zwischendurch erfüllen möchtest. Was auf den ersten Blick unflexibel klingt, dient letztendlich der Sicherheit des Lebensstandards im Alter.

Zusammenfassung

Es geht nicht darum, ob eine private Altersvorsorge wichtig ist, denn diese Frage ist schon lange geklärt und eindeutig mit ja zu beantworten. Es geht darum, welches die attraktivste und lohnenswerteste Variante ist und hierbei steht die Riesterrente ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala.

Die doppelte Förderung durch Zulagen und Steuerersparnis sowie die Regelungen, die die Riesterrente zu einer sicheren Rücklage für den Ruhestand machen, äußern sich als beste Argumente für die optimale Altersvorsorge.

Mit dem Vergleichsrechner ist es jederzeit möglich, nicht nur den günstigsten Anbieter zu finden, sondern auch die Höhe der Zulagen zu berechnen, um festzustellen, wie sehr der Staat einem dabei hilft, eine zusätzliche Rente für einen geruhsamen Lebensabend aufzubauen.

Häufig gestellte Fragen zur Riesterrente

Welche Zulagenarten gibt es bei der Riesterrente für Lehrer? 2017-12-04T17:05:40+00:00

Die Riesterrente, die auch als Zulagenrente bekannt ist, bietet dem Sparer gleich eine doppelte Förderung. Zum einen können sämtliche Beiträge bis zu einer bestimmten Höhe in der Steuererklärung zu einer Verringerung des zu versteuernden Einkommens sorgen. Die bekannteste und weithin auch wichtigste Förderung besteht aber in der Zahlung der jährlichen Zulage. dabei ist zwischen zwei Zulagen zu unterscheiden. Für jeden gibt es die Grundzulage. Kindergeldberechtigte Personen erhalten zudem die sogenannte Kinderzulage für jedes Kind.

Die Grundzulage, die jeder erhält, der förderberechtigt ist und einen Riestervertrag abschließt, wird jedes Jahr dem Riestervertag zugeführt. Es erfolgt also keine Barauszahlung der Förderung, sondern ein zusätzlicher Beitrag für den Aufbau der eigenen Altersvorsorge. Die Höhe der jährlichen Grundzulage ist auf maximal 154 Euro begrenzt. Diese Höchstzulage wird dann fällig, wenn man als eigenen Beitrag 4 Prozent des Vorjahreseinkommens investiert. Fällt der eigene Beitrag geringer als diese 4 Prozent aus, wird die Zulage dennoch gezahlt, aber entsprechend gekürzt.

Die Kinderzulage erhält derjenige seinem Riestervertrag gutgeschrieben, der im entsprechenden Jahr für eigene Kinder kindergeldberechtigt ist. Sie wird für jedes Kind bezahlt, wodurch die Riesterrente vor allem auch für Familien mit mehreren Kindern eine unschlagbare Form der Altersvorsorge darstellt.

Das wird auch dadurch verstärkt, dass die Kinderzulage mit 185 Euro pro Jahr höher ist als die Grundzulage. Sollten die Kinder sogar erst ab dem Jahr 2008 geboren sein, erhöht sich die Kinderzulage sogar auf 300 Euro pro Jahr. Auch hier gilt wieder die Regel, dass der eigene Beitrag die 4 Prozent des Vorjahreseinkommens erreichen muss, um die auch hier maximalen Förderungen zu erhalten.

Eine spezielle Form der Zulage gibt es in Form eines einmaligen Bonus, der an diejenigen bezahlt wird, die vor Vollendung des 25. Lebensjahres eine Riesterrente abschließen. Dieser Bonus beträgt immerhin 200 Euro und wird ebenfalls direkt dem Vertrag als zusätzliches Vertragsguthaben zugeführt.