Aktien als Geldanlage für Lehrer 2017-08-30T12:41:55+00:00

Aktien als Geldanlage für Lehrer

Die Investition in Aktien zählt zweifellos zu den ertragreichsten Anlageformen. Überall wo in der Geldanlage sehr hohe Gewinne möglich sind, gibt es immer auch ein hohes Maß an Risiken, die nicht aus den Augen verloren werden dürfen. Dies gilt besonders für die Direktanlage in Aktien, deren Rendite von hohen zweistelligen Prozentzahlen im Gewinn bis zu einem Totalverlust reichen kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Du Dich vor der Investition in Aktien ausgiebig mit diesem Thema befasst. Im Folgenden stehen Dir hierzu viele wichtige Informationen zur Verfügung, die Dich auf dem Weg durch einen sehr faszinierenden Bereich der Geldanlage begleiten.

Was versteht man überhaupt unter einer Aktie?

Bevor Du als Lehrer in Aktien investiert, ist es zunächst einmal wichtig zu schauen, was dieser Begriff eigentlich bedeutet. Eine Aktie ist ein Wertpapier, das einen Anteil an einem Aktienunternehmen beziehungsweise an dessen Grundkapital verbrieft. Du bist als Aktieninhaber so gesehen Miteigentümer des Unternehmens und profitierst somit – immer zu dem durch die Anzahl der Aktien bestimmten Anteil – vom Erfolg des Unternehmen, stehst aber genau so auch für eventuell Verluste gerade, als wäre es Dein eigenes Unternehmen. Unternehmen geben Aktien heraus und verkaufen somit Anteile Ihres Kapitals, um mit dem durch den Verkauf erzielten Erlös neue Investitionen zu tätigen und das eigene Wachstum zu fördern.

Die verschiedenen Arten einer Aktie

Beim Blick auf die verschiedenen Angebote von Aktien wirst Du feststellen, dass es unabhängig von Wert, Branche und Risikopotenzial schon grundlegende Unterschiede gibt, die für den Handel und die Geldanlage von großer Bedeutung sein können. Die Unterschiede sind dabei vor allem im Stimmrecht, den Dividendenansprüchen und der Übertragbarkeit zu finden.

So gibt es zum einen die sogenannten Stammaktien, mit denen der Aktieninhaber den Anteil am Unternehmen sichert und gleichzeitig auch ein Stimmrecht erhält. Dieses kann in der jährlich vorgeschriebenen Jahreshauptversammlung ausgeübt werden. Nicht selten werden in dem Zusammenhang auch Vollmachten ausgestellt, mit denen die depotführende Bank die jeweiligen Anleger und deren Interessen vor Ort vertreten darf. Das Gegenstück zur Stammaktie bildet die Vorzugsaktie. Diese ist in der Regel so ausgestattet, dass man auf sein Stimmrecht verzichtet. Im Gegenzug beziehungsweise als Gegenleistung fällt die jährliche Dividende höher aus als die der Stammaktien.

Eine weitere Unterscheidung der Aktien erfolgt aufgrund ihrer Übertragbarkeit. So bieten Inhaberaktien den Vorteil, jederzeit ge- und verkauft zu werden, ohne dass das Unternehmen einen Einfluss darauf hat. Bei Namensaktien hat die Aktiengesellschaft dagegen zumindest einen gewissen Zugriff auf die Anteilbesitzer, weil diese sich im Aktienregister des Unternehmens verewigen müssen. Eine besondere Form der Aktie ist die vinkulierte Namensaktie, die vor allem zum Schutz vor feindlichen Übernahmen dient. Hier muss das Unternehmen einem Verkauf der Aktie beziehungsweise dem neuen Inhaber zustimmen. Tut sie das nicht, erhält derjenige zwar die Aktien, verliert aber sein Stimmrecht.

Gewinnchancen und Risiken der Aktienanlage für Lehrer

Eine Geldanlage wäre nicht eine so beliebte und interessante Investition, wenn keine Gewinne zu erwarten wären. Die Anlage in Aktien umfasst dabei zwei verschiedene Bereiche der Erträge. So kannst Du zum einen von den Gutschriften der jährlich ausgezahlten Dividenden profitieren. Diese stellen eine Gewinnbeteiligung des Aktionärs an guten Ergebnissen des Unternehmens dar und bilden eine attraktive langfristige Verdienstmöglichkeit.

Die zweite Ertragsmöglichkeit besteht aus den Kurssteigerungen, die solange aber nur einen Gewinn auf dem Papier darstellen, bis Du die Aktien verkaufst und somit einen erzielten Kursgewinn realisierst. Nimmst Du solche Gewinne nicht mit, besteht im Aktiengeschäft immer die Gefahr von Kursverlusten, die nicht nur zu einem Kurs führen können, die unterhalb des Kaufpreises liegen, sondern mitunter je nach wirtschaftlicher Lage und Entwicklung der Aktiengesellschaft auch zu einem Totalverlust führen können.

Aus diesem Grund ist es bei der Direktanlage in Aktien immer wichtig, den Markt und vor allem natürlich die eigenen Aktien im Auge zu behalten oder entsprechende Berater zur Seite zu haben, die diese Aufgabe für einen übernehmen. Zudem sollte immer nur Geld angelegt werden, dass langfristig nicht anderweitig benötigt wird, um auch bei Kurseinbrüchen genügend Zeit zu haben, auf bessere Zeiten und sich erholende Kurse warten zu können, ohne seine Aktien mit großen Verlusten verkaufen zu müssen.

Um die Risiken zu minimieren ist neben vielen Informationen und der Beobachtung der Märkte eine optimale Diversifizierung notwendig. Das ist der Fachbegriff für die Streuung des Risikos. Wenn jemand alles auf eine Aktie setzt und dann genau dieses Unternehmen wirtschaftliche Probleme bekommt oder der Kurs aufgrund diverser Gerüchte, Vermutungen oder Zukunftsaussichten in den Keller rutscht, ist ein großer oder sogar ein Totalverlust vorprogrammiert. Die Streuung der Aktienanlage in andere Unternehmen und bestenfalls auch andere Branchen und Länder sorgt dafür, dass Kursverluste der einen Aktie durch die Gewinne der anderen ausgeglichen und die Verluste somit in Grenzen gehalten werden können.

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Die steuerliche Betrachtung der Aktiengeschäfte

Sämtliche Erträge aus dem Aktiengeschäft gelten als Einkünfte aus Kapitalvermögen und unterliegen somit der Abgeltungssteuer, deren Höhe pauschal 25 Prozent für jeden Steuerpflichtigen beträgt. Hinzu kommen unter Umständen noch der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer, sodass mit einer steuerlichen Belastung von bis zu 28 Prozent zu rechnen ist. Dabei steht jedem aber ein Freibetrag, der sogenannte Sparerpauschbetrag, von 801 Euro im Jahr zur Verfügung, die nicht versteuert werden müssen.

Bei Ehepartnern verdoppelt sich dieser Sparerpauschbetrag, der übrigens den früheren Sparerfreibetrag abgelöst hat, auf 1.602 Euro. Werbungskosten wie Depotgebühren können seit den neuen Regelungen zur Abgeltungssteuer von 2009 nicht mehr geltend gemacht werden. Dafür profitierst Du als Anleger aber davon, dass Gewinne und Verluste automatisch miteinander verrechnet werden und lediglich die Differenz versteuert werden muss.

Da es sich bei der Abgeltungssteuer um eine sogenannte Quellensteuer handelt, werden die Steuern sofort von der Bank einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Über die jährliche Steuererklärung kann man dann die vom Sparerpauschbetrag abgedeckten Steuern wieder zurückfordern. Einfacher ist allerdings der Weg über einen Freistellungsauftrag. Über diesen kannst Du von vornherein dafür sorgen, dass die Steuern bis zu der angegebenen Höhe erst gar nicht an das Finanzamt abgeführt werden. Zu beachten ist dabei, dass mehrere Freistellungsaufträge ausgestellt werden sollten, wenn sich Geldanlage auf unterschiedliche Banken verteilen. In einem solchen Fall darf die Gesamtsumme aller Freistellungsaufträge den Sparerpauschbetrag von 801 Euro beziehungsweise 1.602 Euro bei Eheleuten nicht übersteigen.

Die Abwicklung von Aktiengeschäften

Für den Kauf und Verkauf von Aktien sowie natürlich für die Verwahrung der erworbenen Aktien benötigst Du ein sogenanntes Wertpapierdepot bei einer Bank. Hierfür stehen zum einen die Hausbanken zur Verfügung, die gleichzeitig auch beratendes personal vor Ort zur Verfügung stellen, um rundum gut betreut zu sein.

Meist kostengünstiger sind die Angebot der Direktbanken beziehungsweise Direktbroker, die die entsprechenden Depots online zur Verfügung stellen und meist auf eine umfassende Beratung bei den Aktiengeschäften verzichten, was sich durch sehr attraktive Gebührenmodelle äußert.

Hier musst Du Dir selber im klaren darüber sein, ob die eingesparten Gebühren die fehlende Beratung Wert sind oder ob sich für einen persönlichen Ansprechpartner die höheren Kosten eines Depots lohnen. Die Entscheidung hierüber muss persönlich getroffen werden, kann aber durch die Nutzung des hier verfügbaren Vergleichsrechners unterstützt werden.

Zusammenfassung

Der Aktienhandel stellt eine der ertragreichsten aber auch risikofreudigsten Anlageformen dar. Aus diesem Grund solltest Du gut informiert und Deiner Risiken jederzeit bewusst in solche Geschäfte einsteigen, um die Vorteile des Aktienmarktes für Dich zu nutzen und die Risiken zu minimieren.

Sobald Du durch eine Streuung des Risikos, gesammelte Informationen über das Unternehmen und eine ständige Beobachtung des Marktes die Gefahren verringert haben, kannst Du von den großen Verdienstmöglichkeiten in Form von Dividendenzahlungen und Kursgewinnen profitieren.

Häufig gestellte Fragen zu Aktien

Welche Risiken birgt die Geldanlage in Aktien für Lehrer? 2017-01-30T08:27:48+00:00

Die Geldanlage bildet eine der Varianten, die mit die höchsten Renditen erreichen lässt. Gleichzeitig besteht bei der Investition in Aktien immer auch ein dementsprechend großes Risiko beziehungsweise viele verschiedene Risiken. Übergeordnet ist dabei das sogenannte Kursrisiko, das dadurch entsteht, dass keine festen Zinsen Bestandteil dieser Geldanlage sind, sondern der Wert der Aktie einzig und allein durch den Kurs an der Börse bestimmt wird.

Eine Aktie ist ein Anteil an einem Unternehmen und ihr Kurs entsteht durch das Angebot und die Nachfrage nach eben solchen Anteilen einer Firma. Geht es einer Aktiengesellschaft gut, sind die Zukunftsaussichten rosig und bietet die aktuelle Marktlage sowieso Grund zum Optimismus können steigende Kurse und somit Gewinne mit den Anteilen dieses Unternehmens erwartet werden.

Da in der Wirtschaft aber sehr schnell so viel passieren kann, sodass es durchaus möglich ist, dass gestern noch zukunftsträchtige Unternehmen heute schon wieder Geschichte sind oder die Aussichten aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen oder neuer Konkurrenzsituationen auf dem Markt extrem korrigiert werden müssen.

Solche sich ändernde Erwartungshaltungen führen an der Börse schnell zu Kurseinbrüchen, die schnell zu großen Verlusten beim Anleger führen können. Das tägliche Aktiengeschäft ist auch sehr von Spekulationen oder Ängsten geprägt, die oft zu größeren Auswirkungen führen, als die Marktlage es rechtfertigen würde. Dieses Risiko macht die Geldanlage in Aktien besonders gefährlich, weil es zwar hilfreich ist, sich mit der Wirtschaft auseinanderzusetzen, Du Dich und auch deine Investition aber nicht gegen Spekulationen, Gerüchte und bloße Vermutungen schützen kannst.

Selbst wenn Du die Ruhe behältst, können Panikverkäufe anderer Anleger schnell zu großen Kurseinbrüchen und teilweise sogar zum Gesamtverlust der Anlage führen. Gerade die Anlage in Einzelwerte birgt dabei die große Gefahr des Verlustes, weil anders bei der Anlage in Investmentfonds keine Streuung auf unterschiedliche Branchen und Unternehmen erfolgt und Du zudem selbstverantwortlich für das Beobachten des Marktes bist, was bei Investmentfonds der dafür bezahlte Fondsmanager übernimmt.

Was ist der Einlagensicherungsfonds und wo kommt er zum Tragen? 2017-12-05T09:33:50+00:00

Der Einlagensicherungsfonds ist eine Einrichtung, die aufgrund gesetzlicher Vorgaben zu Gunsten eines Anlegers ins Leben gerufen wurde. Der Staat schreibt dabei jeder Bank vor, einen bestimmten Beitrag in diesen Einlagensicherungsfonds einzuzahlen, um im Gegenzug dazu berechtigt zu sein, den Kunden Produkte für die Geldanlage in Form von Spareinlagen jeder Art anbieten zu können.

Damit ist auch schon geklärt, dass sich der Einlagensicherungsfonds in seiner Rolle als große Sicherheit für den Anleger auf die Geldanlage in Spareinlagen beschränkt. Dazu gehören insbesondere Tagesgeldkonten, Festgelder, Sparbriefe oder Sparbücher, also Varianten der Geldanlage, bei denen das angelegte Sparguthaben mit einem bestimmten Zinssatz verzinst wird.

Der Einlagensicherungsfonds legt die Beiträge, die von den Banken entrichtet werden an und baut somit ein großes Fondsvermögen auf. Dieses tritt dann als finanzielle Unterstützung auf, wenn teilnehmende Banken aufgrund einer Insolvenz oder anderer Probleme nicht mehr zahlungsfähig sind. Das bedeutet für den Sparer, dass er auch in einem solchen Fall, also selbst wenn die Bank nicht mehr dazu in der Lage ist, zumindest sein angelegtes Guthaben ausgezahlt bekommt und somit die Spareinlagen gegen jedes Verlustrisiko abgesichert sind.

Geschützt sind über diesen gesetzlichen Einlagensicherungsfonds dabei 100.000 Euro pro Kunde, was in den meisten Fällen eine vollkommen ausreichende Absicherung darstellt. Viele beziehungsweise die meisten Banken gehen aber noch einen Schritt weiter und bedienen mit weiteren freiwilligen Beiträgen auch eigens ins Leben gerufene Einlagensicherungsfonds, um den Kunden eine noch größere Sicherheit zu bieten. Teilweise werden dadurch Beträge pro Kunde in Millionenhöhe abgesichert, sodass Du Dich als Sparer einer solchen Bank einfach sicher fühlen musst.

Dieses hohe Maß an Sicherheit ist gerade in den heutigen Zeiten, in denen immer häufiger die Rede von Finanzkrisen und Kursschwankungen ist, ein gutes Argument für die Geldanlage in den verschiedenen Arten von Spareinlagen, die hier auf diesen Seiten detailliert beschrieben werden.