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Zuschüsse und Förderungen für Referendare

Das Geld ist knapp im Referendariat? Nicht nur dann solltest Du prüfen, an welcher Stelle Du von Zuschüssen und Förderungen profitieren kannst. Wir zeigen Dir in diesem Artikel auf, welche Möglichkeiten Referendare und Referendarinnen haben und worauf Du unbedingt achten solltest.

Inhaltsverzeichnis
Mit dem Inhaltsverzeichnis erhältst Du nicht nur einen schnellen Überblick über den Artikel, sondern kannst zugleich schnell an die gewünschte Stelle im Beitrag springen.

Als Referendar oder Referendarin tauchst Du in eine völlig neue Welt ein. Raus aus der “bequemen” Uni und rein in den Schulalltag. Nicht immer bleibt da ausreichend Zeit, die Finanzen optimal auszurichten. Doch genau das ist wichtig. Denn ohne saubere Finanzen kannst Du deine Zukunft nicht richtig planen.

Zu den Finanzen zählen auch Zuschüsse, von denen Du unbedingt Gebrauch machen solltest. Sie werden ringsherum angeboten und in unterschiedlicher Form bereitgehalten. Oftmals ist das Geld gerade während des Referendariats besonders knapp. Für Dich kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Denn die Zuschüsse, die angeboten werden, präsentieren sich recht vielfältig und sorgen dafür, dass Dein Finanzhaushalt deutlich besser aussehen wird.

So musst Du auf jeden Fall überprüfen, ob Du Anspruch auf BAföG hast, auf Vermögenswirksame Leistungen, auf Beihilfe oder auch auf Stipendien und Riester-Zuschüsse. Wir erklären Dir, wie Du diese in Anspruch nimmst und worauf Du achten musst. Außerdem hast Du die Möglichkeit, Dich umfassend von unserem Expertenteam rund um das Thema Zuschüsse für Referendare und Referendarinnen beraten zu lassen.

Dein Einkommen ist noch gering

Vergleichst Du dein Einkommen mit dem Einkommen von einem Lehrer, dann ist das im Referendariat natürlich noch relativ niedrig. Trotzdem hast Du Kosten, die im Rahmen Deiner Arbeit und im privaten Bereich entstehen. Sie müssen bedient werden, damit keine Schulden entstehen und Du ordentlich arbeiten und leben kannst.

Wir wollen gemeinsam einmal schauen, wie Du im Referendariat Geld sparst und welche Zuschüsse perfekt für Dich geeignet sind. Mitunter sind das Dinge, die Du nicht als bares Geld auf die Hand bekommst, sondern wo Du beispielsweise einen deutlichen Preisnachlass erzielst oder wo steuerliche Vorteile im Raum stehen. Denke dabei nicht nur an die Einsparmöglichkeiten, sondern auch an die Tatsache, ob Du durch die Zuschüsse auch etwas für Deine Zukunft tun kannst. Wenn wir zum Beispiel an vermögenswirksame Leistungen oder an Zuschüsse für die Riester-Rente denken, dann sind das Dinge, die vielleicht im Moment noch wenig Nutzen bringen. Auf die Jahre betrachtet bauen sie aber ein schönes Kapital auf, das ein angenehmes Leben absichert.

Differenziere bei den Zuschüssen und Ersparnissen daher immer zwischen Deiner heutigen Ist-Situation und Deiner Zukunft, die Du schon heute planen musst.

Beihilfe für Referendare – nur ein Teil der anfallenden Arzt und Krankenhauskosten müssen bezahlt werden

Die medizinische Betreuung steht in jeder Lebensphase im Vordergrund und muss immer in einer hohen Qualität gegeben sein. Nur wer sich gut medizinisch betreuen und versorgen lässt, ist geschützt vor Krankheiten und vor gesundheitlichen Problemen. Sollten Krankheiten und gesundheitliche Probleme trotz allem auftreten, wird durch eine gute Behandlung dafür gesorgt, dass Du schnell wieder auf die Beine kommst.

Wenn Du Dich als Referendar oder als Referendarin privat krankenversichert, kannst Du von der sogenannten Beihilfe profitieren. Diese Beihilfe wird vom Arbeitgeber bezahlt.

Die Beihilfe musst Du Dir ähnlich vorstellen wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung, wo der Arbeitgeber ebenfalls eine prozentuale Übernahme der Beiträge zur Krankenversicherung garantiert. Bei der Beihilfe ist es ähnlich. Sie wird als Unterstützung bei der Bezahlung von privaten Krankenkassenbeiträgen angesehen. Allerdings nicht als monatliche Leistung. Es wird vielmehr ein Teil der Kosten übernommen, die im Krankheitsfall entstehen. Die Beihilfe unterstützt also nicht bei den monatlichen Beiträgen zur privaten Krankenversicherung, sondern übernimmt einen Teil der Rechnungen, die im Krankheitsfall entstehen.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass verbeamtete Lehrer oder auch Referendare nur einen gewissen Prozentsatz der entstandenen Kosten selbst übernehmen müssen. Entsprechend günstig wird die private Krankenversicherung, die sich durch die Beihilfe als großer Vorteil präsentiert.

Vermögenswirksame Leistungen für Referendare – bis zu 40 Euro pro Monat sind möglich

Vermögenswirksame Leistungen sind seit vielen Jahren bekannt und werden von Arbeitgebern als zusätzliches Geld zum Vermögensaufbau dem Arbeitnehmer zur Verfügung gestellt. Der Höchstbetrag, den der Arbeitgeber im Monat bezahlt, liegt bei 40 Euro. Die genaue Höhe der Vermögenswirksamen Leistungen wird im Arbeits- oder im Tarifvertrag exakt geregelt. Du kannst dort nachschauen oder unsere Experten fragen, welche vermögenswirksamen Leistungen in Deinem Fall gezahlt werden.

Vermögenswirksame Leistungen für Referendare lohnen sich immer. Du musst die Vermögenswirksamen Leistungen lediglich beim Arbeitgeber beantragen. Was mit dem Geld gemacht wird, entscheidest Du selbst – musst das Geld jedoch mit einer der verschiedenen Anlagemöglichkeiten kombinieren.

Oftmals werden die Vermögenswirksamen Leistungen mit Bausparplänen oder Fondssparplänen kombiniert. Wenn Du später einmal bauen möchtest, dann wäre ein Bausparvertrag sicherlich auch eine gute Möglichkeit. Zudem hast Du die Möglichkeit, die Vermögenswirksamen Leistungen in eine Baufinanzierung einfließen zu lassen. Wenn Du aktuell noch nicht über eine Baufinanzierung verfügst, weil Du nicht gebaut hast und keine Immobilie finanzierst, dann kannst Du den Wechsel natürlich auch später nachvollziehen. Beachte hierfür bitte die Fristen und lasse Dich von unseren Experten beraten.

Die Vermögenswirksamen Leistungen solltest Du nicht achtlos liegen lassen, sondern immer in Anspruch nehmen. Hinzu kommt, dass Du innerhalb von bestimmten Einkommensgrenzen noch mehr Geld vom Staat erhalten kannst. Unter anderem in Form der Arbeitnehmersparzulage. Sie garantiert, dass bei einem Bausparvertrag zusätzlich die Wohnungsbauprämie beantragt werden kann. Zahlt Dein Arbeitgeber weniger als 40 Euro vermögenswirksame Leistungen pro Monat, dann empfiehlt es sich, Deinen Sparfreibetrag privat aufzustocken, damit Du die zusätzliche Förderung nutzen kannst. Ausgezahlt wird dein Sparbetrag frühestens dann, wenn Du mindestens sieben Jahre angespart hast. Auch die staatlichen Prämien kannst Du im Vorfeld nicht abschöpfen, sondern musst bis zum Ende der Laufzeit warten.

Damit Du Vermögenswirksame Leistungen und die Arbeitnehmersparzulage sowie möglicherweise die Wohnungsbauprämie in Anspruch nehmen kannst, musst Du Dich zuerst bei Deinem Arbeitgeber erkundigen, ob solche Dinge gezahlt werden. In der Regel ist das aber der Fall. Und dann beantragst Du diese Dinge ganz einfach. Wenn Du nicht direkt nachfragen willst, schaue einfach im Arbeitsvertrag oder im Tarifvertrag nach. Dort müssen solche Dinge geregelt sein.

Überlege dann, wie Du dieses Geld anlegen möchtest. Es wird nicht auf Dein Bankkonto ausgezahlt, sondern es geht automatisch von Deinem Gehalt in Richtung Geldanlage. Wenn Du Dich für Bausparpläne entscheidest, hast Du eine sichere Geldanlage, die aber relativ wenig Zinsen abwirft. Entscheidest Du Dich hingegen für ein Depot oder Aktienfonds, dann ist zwar das Risiko eines Verlustes etwas größer, aber in der Regel gilt das auch für die Rendite. Du kannst das Geld also deutlich besser vermehren.

Sonstige Zuschüsse – schöpfe alle Möglichkeiten aus

Die Vermögenswirksamen Leistungen und die Beihilfe sind nur ein Teil der Zuschüsse, die Du im Referendariat und auch darüber hinaus nutzen kannst. Weitere Zuschüsse möchten wir Dir in kurzer Form erklären, damit Du weißt, in welchem Umfang diese zur Verfügung stehen und wie Du sie nutzen kannst.

  • BAföG: Kennst Du vielleicht schon aus dem Studium, funktioniert aber auch im Referendariat.
  • Riester-Zuschüsse: Wenn Du an Deine Altersvorsorge denkst und bereits im Referendariat aktiv wirst, dann lohnt sich eine Riester-Rente. Dort kannst Du Zuschüsse beantragen. Welche Beträge möglich sind und wie die Beantragung funktioniert, erfährst Du von unseren Experten und in unserer Ref-Serie Beitrag.
  • Stipendien: Auch bei uns in Deutschland gibt es Stipendien, wenn Du als Student finanziell Unterstützung benötigst. Im Referendariat bist Du immer noch offiziell Student und kannst daher auch Stipendien in Anspruch nehmen. Auch hier beraten wir Dich gerne und zeigen Dir, wie das in Deinem Fall funktioniert.
  • Versicherungen: Sie sind zwar nicht unbedingt klassisch dafür geeignet, Zuschüsse zu generieren. Aber Du kannst bei einem Vergleich verschiedener Versicherungsangebote viel Geld sparen. Auch das kann man im Prinzip als Zuschuss sehen, da Du die Ersparnisse dann zusätzlich jeden Monat zur freien Verfügung hast. Achte daher beim Abschluss von Versicherungen auf ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis und nutze die besten Konditionen
  • Beamten-Selbsthilfe-Werk: Große Preisvorteile warten dort auf Dich bei Deinen Einkäufen. Etwa 30.000 regionale und überregionale Geschäfte sind in diesem Beamten-Beihilfe-Werk vertreten, bei denen Du bei einem Kauf Einsparungen bis zu 20 % erzielst. Selbst Deine Familie profitiert davon. Allerdings fällt eine Jahresgebühr von 29 Euro an.

Du siehst, dass es diverse Möglichkeiten gibt, auch als Referendar oder Referendarin von Zuschüssen zu profitieren. Überlege für Dich, welche Möglichkeiten Du nutzen möchtest und kannst, um am Ende des Monats ein wenig mehr Geld in der Tasche zu haben.

Fazit

Zuschüsse sind für Referendare besonders wichtig, da sie das Leben deutlich erleichtern und finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, die sonst nicht vorhanden sind. Informiere Dich über alle Zuschüsse bei unseren Experten und lass Dich ausführlich beraten. Bist Du beispielsweise in der privaten Krankenversicherung versichert, dann ist die Beihilfe unbedingt ein Thema für Dich. Auch Vermögenswirksame Leistungen darfst Du nicht aus den Augen verlieren. Selbst wenn sie nicht sonderlich hoch sind, ist es Geld, das Dir sonst verloren geht. Du musst dafür nichts machen – nur einen Antrag stellen.

Checkliste zu den Zuschüssen für Referendare

  • Analysiere Deine finanzielle Situation und welche Zuschüsse für Dich in Frage kommen
  • Beantrage vermögenswirksame Leistungen bei Deinem Arbeitgeber
  • Nimm die Beihilfe bei der privaten Krankenversicherung in Anspruch
  • Nutze Stipendien, günstige Versicherungen und das Beamten-Selbsthilfe-Werk
  • Überprüfe regelmäßig Zuschüsse und schaue, ob weitere Einsparungen möglich sind
  • Verheiratete Referendare und Referendarinnen können über die Steuerklasse Vorteile erzielen
  • Beantrage Kindergeld, sofern dies für Dich in Frage kommt
  • Wenn Du eine Immobilie bauen oder kaufen möchtest (oder dies gerade getan hast), beantrage Baukindergeld
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